Deutschland als Reiseland immer beliebter

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Wiesbaden/Berlin (dpa) - Deutschland ist als Reiseland zunehmend beliebt: Im ersten Halbjahr 2008 lag die Zahl der Gästeübernachtungen um drei Prozent über dem Vorjahreswert, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Von den insgesamt 165,2 Millionen Übernachtungen entfielen 140,1 Millionen auf inländische Gäste (plus drei Prozent) und 25,1 Millionen auf Gäste aus dem Ausland (plus fünf Prozent). Gezählt wurden alle Übernachtungen in Beherbergungsstätten mit neun und mehr Betten sowie auf Campingplätzen.

"Die Zahlen sind erfreulich: Die weltweite Deutschland-Begeisterung hält an", sagte eine Sprecherin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) in Berlin. Allerdings komme in der Kasse der Hotelliers und Wirte wenig von dem Aufschwung an: "Gerade die Hotellerie leidet unter den hohen Energiekosten. Die Umsatzsituation stagniert, die Ertragssituation bleibt angespannt", sagte die Sprecherin des Branchenverbandes.

Gemessen an der Zahl der Übernachtungen profitierten im ersten Halbjahr sowohl Hotel- und Pensionsbetreiber als auch Anbieter von Ferienhäusern und Campingplatzbesitzer: Bei Campingplätzen, Ferienhäusern und -wohnungen sowie Erholungs- und Ferienheimen nahmen die Übernachtungen binnen Jahresfrist um vier Prozent auf 42,9 Millionen zu. In der Hotellerie stieg die Zahl der Übernachtungen um drei Prozent auf 100,0 Millionen. Beliebt sind weiterhin vor allem Städtereisen: In Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern stieg die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007 um vier Prozent, in den übrigen Kommunen gab es ein Plus von drei Prozent.

Im Juni 2008 wurden 35,0 Millionen Gästeübernachtungen gezählt - zwei Prozent weniger als im Juni 2007. 29,8 Millionen davon waren inländische Gäste, 5,2 Millionen kamen aus dem Ausland.

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