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Pünktlich zur Eröffnung hat mit der "Maersk Laguna" das erste Containerschiff angelegt.

Deutschlands neuer Vorzeigehafen

Jade-Weser-Port geht in Betrieb

Wilhelmshaven - Deutschlands erster tideunabhängiger Tiefwasserhafen Jade-Weser-Port ist nach mehrfachen Verschiebungen und monatelangen Diskussionen um Baumängel  in Betrieb genommen worden.

Es ist vollbracht: Deutschlands erster tideunabhängiger Tiefwasserhafen Jade-Weser-Port ist nach mehrfachen Verschiebungen des Starttermins und monatelangen Diskussionen um Baumängel am Freitag in Betrieb genommen worden. „Was lange währt, wird endlich gut“, sagte der Chef des Hafenbetreibers Eurogate, Emanuel Schiffer, auf der Eröffnungsveranstaltung in Wilhelmshaven. Vertreter des Bundes und der beteiligten Länder Niedersachsen und Bremen betonten die Ausnahmestellung des Vorzeigeprojekts.

Der Jade-Weser-Port sei ein Jahrhundertprojekt, Deutschland bekomme ein „neues Tor zur Welt“, sagte Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU). „Wir rechnen mit über 2.000 Arbeitsplätzen, die in den nächsten Jahren hier geschaffen werden“, fügte er an.

„Zum ersten Mal in der Geschichte Deutschlands haben sich zwei Bundesländer zusammengefunden, um gemeinsam ein Hafenprojekt zu realisieren“, sagte Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD). Es sei aber nicht nur ein guter Tag für die beiden Länder, sondern auch für Deutschland. „Denn Hafenpolitik hat auch immer eine bundespolitische Bedeutung“, bekräftigte er.

Erster Container sollte symbolisch gelöscht werden

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) betonte die Einzigartigkeit des neuen Hafens. Der Jade-Weser-Port könne als einziger deutscher Hafen auch die größten Containerschiffe voll beladen und unabhängig von Ebbe und Flut abfertigen. „Damit wird sich Wilhelmshaven zu einer Drehscheibe des internationalen Seeverkehrs entwickeln“, prognostizierte Rösler.

Im Anschluss an den Festakt sollte der erste Container des am Donnerstagabend an der Kaje angelegten Frachtschiffs „Maersk Laguna“ symbolisch gelöscht werden. Das 300 Meter lange Schiff gehört der dänischen Containerreederei Maersk, die nicht nur an der Hafenbetriebsgesellschaft beteiligt, sondern auch derzeit einziger Kunde des Jade-Weser-Ports ist. Maersk hatte zugesagt, den Hafen künftig von zwei Schiffen pro Woche anfahren zu lassen.

16 Jahre Planung und viereinhalb Jahre Bauzeit stecken in dem Jade-Weser-Port. Eine Milliarde Euro haben die Länder Niedersachsen und Bremen sowie Hafenbetreiber Eurogate investiert. Wegen Rissen in der Spundwand, sogenannten Schlosssprengungen, konnte der zuvor genannte Starttermin Anfang August nicht gehalten werden.

dapd

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