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Der Auftragseingang der deutschen Industrie ist im Dezember kräftig gesunken.

Im Dezember deutlich weniger Aufträge für Industrie

Berlin - Der Auftragseingang der deutschen Industrie ist im Dezember kräftig gesunken. Preis- und saisonbereinigt seien die Aufträge um 2,3 Prozent zurückgegangen, teilte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mit.

Von der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX befragte Volkswirte hatten mit einem geringfügigen Minus von 0,1 Prozent gerechnet. Damit hat die Industrie das starke Vormonatsplus von revidiert 2,7 nach zunächst 2,6 Prozent fast vollständig eingebüßt. Im Jahresvergleich ergab sich hingegen ein Auftragsplus von 8,4 Prozent.

Trotz des Rückschlags bleibe die Nachfrage in der Tendenz aufwärts gerichtet, urteilte das Ministerium. Freundliche Stimmungsindikatoren stützten dieses Bild. Allerdings habe der Aufholprozess aus dem zweiten und dritten Quartal 2009 spürbar an Dynamik verloren. Diese Entwicklung sei aber gerade im Fahrzeugbau, wohl wegen der ausgelaufenen Abwrackprämie, zu erwarten gewesen.

Im Dezember gaben sowohl die Inlandsnachfrage mit einem Minus von 1,4 Prozent als auch die Auslandsnachfrage (minus 3,2 Prozent) nach. Innerhalb der industriellen Hauptgruppen stellte sich die Lage bis auf die Konsumgüter schwach dar: So ging die Nachfrage nach Vorleistungsgütern um 3,2 Prozent zurück, während die Aufträge für Investitionsgüter um 2,5 Prozent sanken. Die Hersteller von Konsumgütern erhielten indes 1,8 Prozent mehr Aufträge.

Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich (November/Dezember im Vergleich zu September/Oktober) stiegen die Aufträge um 0,7 Prozent. Auf Jahressicht legten die Aufträge im Zweimonatsvergleich erstmals seit langem kräftig um 6,4 Prozent zu. Ausschlaggebend sind nach Angaben des Ministeriums jedoch Basiseffekte: Im Winter 2008/2009 war die Produktion in der Krise regelrecht abgestürzt.

dpa

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