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Ingrid Sehrbrock sagt, die Lockerung des Kündigungsschutzes ist Unsinn.

DGB-Vize: Lockerung des Kündigungsschutzes Unsinn

Berlin - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat Rufe aus Wirtschaft und FDP nach einer Lockerung des Kündigungsschutzes als “völlig ungeeignetes Mittel zur Schaffung neuer Arbeitsplätze“ bezeichnet.

“Das ist absoluter Unsinn. Auch durch ständiges Wiederholen wird diese alte Forderung nicht richtiger“, sagte DGB- Vize Ingrid Sehrbrock am Donnerstag in Berlin. In der Arbeitsmarktpolitik gebe es bereits genügend flexible Möglichkeiten, Arbeitnehmer zunächst befristet einzustellen - etwa wenn nicht klar sei, ob der Aufschwung oder der Eingang neuer Aufträge von Dauer sei, sagte die DGB-Vizechefin, die der CDU angehört. In der aktuellen Krise habe sich der Kündigungsschutz auf dem Arbeitsmarkt als “stabilisierender Faktor“ erwiesen. Dies sei auch von führenden Wirtschaftswissenschaftlern bestätigt worden.

Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) unterstützt dagegen den Vorstoß aus der Wirtschaft. “Eine Flexibilisierung ist längst überfällig“, sagte RWI-Vizepräsident Thomas Bauer “handelsblatt.com“. Bauer kritisierte die aktuelle Einzelfall-Rechtsprechung: Weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer könnten kalkulieren, was nach einer Kündigung auf sie zukomme. Statt Richterrecht müsse es durchschaubare und klare Regelungen im Falle einer Kündigung geben. Der Wirtschaftsforscher plädiert für feste Abfindungsregelungen statt langer Prozesse.

dpa

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