Diebe machen keine Ferien: So ist die Wohnung einbruchssicher

- Diebe machen auch in der Ferienzeit keinen Urlaub. "Die Zahl der Einbruchsdiebstähle geht allerdings im Sommer leicht zurück", sagt Stephan Schweda vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft in Berlin. Der Grund: Während der dunklen Jahreszeit ist das Risiko, entdeckt zu werden, geringer. Dennoch müssten die vier Wände vor jedem Urlaub gesichert werden. "Ein unbewohntes Haus weckt immer das Interesse von Einbrechern."

<P class=MsoNormal>Briefkasten leeren </P><P class=MsoNormal>"Während des Urlaubs sollte in der Wohnung unbedingt Anwesenheit simuliert werden", rät Detlef Nolte, Leiter der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle beim LKA Hamburg. Deshalb sei es wichtig, dass sich Freunde oder Nachbarn um die Post kümmern. Ein überquellender Briefkasten sei immer ein deutlicher Hinweis auf Abwesenheit. Selbst wenn Briefe und Päckchen bei der Post lagerten, sollte der Kasten kontrolliert werden. Denn kostenlose Wochenblätter oder Wurfsendungen lassen sich im Gegensatz zur abonnierten Zeitung nicht abbestellen oder an die Urlaubsadresse umleiten.</P><P class=MsoNormal>Rollladen bewegen </P><P class=MsoNormal>In einer leeren Wohnung sollten möglichst die Rollladen abends heruntergelassen und morgens wieder hochgezogen werden, rät die Verbraucherzentrale Hamburg. Ist eine elektronische Steuerung vorhanden, lässt sich diese Bewegung entsprechend einstellen.</P><P class=MsoNormal>Licht einschalten </P><P class=MsoNormal>Zusätzlich könne das Licht oder auch das Radio mit einer Zeitschaltuhr ein- und ausgestellt werden. Bei wochen- bis monatelanger Abwesenheit sei es ratsam, Wäsche von Nachbarn oder Bekannten aufhängen und abnehmen zu lassen. Der Mülleimer sollte gefüllt und von der Müllabfuhr geleert werden. Auch der Garten sollte gepflegt werden - das übernehmen auch Gärtnereien.</P><P class=MsoNormal>Fenster sichern </P><P class=MsoNormal>Zusätzliche Sicherungen an Fenstern und Türen sind nicht nur während der Urlaubszeit sinnvoll. In 70 Prozent der Fälle werden Türen und Fenster mit einem großen Schraubenzieher oder dem so genannten Kuhfuß aufgehebelt, erläutert Nolte vom Landeskriminalamt Hamburg. Um den ungebetenen Gästen das Handwerk zu erschweren, sollte immer zuerst in mechanische Sicherungen der Fenster und Türen investiert werden. Alarmanlagen seien kein Ersatz für solche Sicherungsmittel.</P><P class=MsoNormal>Terrassentüren wichtig </P><P class=MsoNormal>In Einfamilienhäusern sind vor allem Fenster und Fenstertüren zur Terrasse die bevorzugten Angriffsziele, berichtet die Stiftung Warentest. Selbst verriegelte Fenster stellten für Diebe selten ein größeres Problem dar. Nur wer in zusätzliche oder besonders stabile Schlösser oder Riegel investiert, könne seine Chance, ungeschoren davonzukommen, deutlich steigern. Bei Mehrfamilienhäusern sei meist die Wohnungstür der entscheidende Punkt, erläutert Nolte. Aber auch hier könnten Zusatzsicherungen an Fenster oder Balkontür sinnvoll sein. Dies sei vor allem dann der Fall, wenn die Wohnung im Erdgeschoss liegt oder Fenster und Balkontüren leicht zu erreichen sind.</P><P class=MsoNormal>Vermieter informieren </P><P class=MsoNormal>Mieter müssen sich den Einbau zusätzlicher Sicherheitseinrichtungen vom Vermieter genehmigen lassen, sagt Ulrich Ropertz von Deutschen Mieterbund. Der Vermieter müsse in der Regel zustimmen, wenn ein berechtigtes Interesse des Mieters vorliege. Die Kosten muss der Mieter selbst tragen, wenn der Vermieter sich nicht beteiligen will. Der Mieter ist theoretisch auch dazu verpflichtet, die Sicherungen beim Auszug wieder zurückzubauen, wenn der Vermieter dies wünscht. Wer einen Türspion haben möchte, sollte deshalb mit dem Vermieter vereinbaren, dass dieser auch bei einem Auszug bleiben darf. Sonst muss eine neue Tür gekauft werden.</P>

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