Diebe, Unfälle, Abschleppdienst: Hier lauern Tücken des WM-Alltags

- Vier Wochen lang die Welt zu Gast zu haben, bedeutet während der Fußball-WM für die Austragungsstädte den Ausnahmezustand. Denn auch bei den besten Freunden gibt es das eine oder andere Problem. So lauern im WM-Alltag einige Gefahren, mit denen nicht unbedingt jeder gerechnet hat.

Unfall mit einem Ausländer

Rund eine Million ausländische WM-Besucher werden im Juni und Juli nach Deutschland pilgern. Viele davon reisen mit dem Auto an. Wenn es zum Unfall mit einem Ausländer kommt, den dieser verschuldet hat, muss man jedoch nicht unbedingt mit der ausländischen Versicherung korrespondieren. Internationale Abkommen haben die Möglichkeit geschaffen, dass auch in Deutschland Ansprechpartner zur Verfügung stehen. "Den Schaden bei dem zuständigen Schadenregulierungsbeauftragten der ausländischen Versicherung, der in Deutschland ansässig ist, anmelden", lautet der Tipp der ARAG-Experten. Den zuständigen Schadenregulierungsbeauftragten erfährt man beim Zentralruf der Autoversicherer, Tel. (01 80) 2 50 26, oder im Internet unter www.zentralruf.de.

Hochsaison für Abschleppdienste

Wenn nicht mindestens die Hälfte aller Besucher für die Fahrt zu den Stadien öffentliche Verkehrsmittel nutzt, droht nach Auskunft des Fraunhofer-Instituts ein Verkehrschaos. Auch die Parkplatzsuche wird dann zur Odyssee. Wer dennoch ein Plätzchen für sein Vehikel entdeckt hat und dieses auch nach dem Spiel an gleicher Stelle wieder vorfinden möchte, sollte die Verbotszonen beachten, nicht vor abgesenkten Bordsteinen parken und die vorgeschriebenen fünf Meter Sicherheitsabstand zu Kreuzungen sowie Straßeneinmündungen einhalten. Gut lachen haben alle Smart-Fahrer: Sie dürfen sich auch quer in die Parklücke stellen. Von unkonventionellen Mitteln sollte man absehen. So ist das Abstellen des Beifahrers zum Freihalten der Parklücke nicht erlaubt.

Sicherheit vor Siegesfeier

Selbst wenn die Stimmung nach einem Sieg noch so ausgelassen ist, müssen die Verkehrsregeln eingehalten werden. Gefeiert wird im Auto nur angeschnallt, auch im Korso den Sicherheitsabstand einhalten und Fußgänger nicht mit aus dem Pkw gehaltenen Fahnen behindern. Der Fahrer sollte auch bei der WM aufs Stadionbier verzichten.

Leichtes Spiel für Langfinger

Die Weltmeisterschaft ist ein reines Fest für Kleinkriminelle. Bei einer Aufklärungsquote aller Diebstähle von nicht einmal fünf Prozent ist es ratsam, Geld und Papiere nicht aus den Augen zu lassen. Jacken und Taschen gehören nicht auf die Stuhllehne, sondern auf den Schoß - auch wenn das beim Torjubel hinderlich ist. Es sollte so wenig Geld wie nötig mitgeführt werden: Das teure Ticket ist ja schließlich schon bezahlt.

Karten sofort sperren lassen

Wenn der Dieb aber dennoch erfolgreich war und der Geldbeutel weg ist, gilt es sofort die abhanden gekommenen Karten zu sperren. Mit dem weltweiten und einheitlichen Notruf 116 116 geht das rund um die Uhr.

Im Büro live dabei

Da viele Spiele am Nachmittag beginnen, werden Arbeitnehmer mit unflexiblen Arbeitszeiten das Nachsehen haben. Doch es darf nicht einfach ein Fernseher am Arbeitsplatz aufgestellt werden. Fußballbegeisterte sollten sich mit ihrem Chef um eine Regelung bemühen - etwa eine schriftlichen Vereinbarung. Arbeit liegen lassen, um Fußball zu gucken, kann zur Abmahnung führen.

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