Richter bestätigen Dienstwagen-Steuer

München - Arbeitnehmer müssen die Überlassung eines Dienstwagens zur privaten Nutzung weiterhin als Arbeitslohn mit monatlich 1 Prozent des Listen-Neupreises versteuern. Ein Gerichtsurteil hat dies jetzt bekräftigt.

Mit diesem Grundsatzurteil hat der Bundesfinanzhof (BFH) die Klage eines Arbeitnehmers abgewiesen, dessen Chef ihm einen gebrauchten BMW 730 im Wert von 32 000 Euro zur Verfügung gestellt hat. Weil das Auto neu 81 400 Euro kostet, setzte das Finanzamt 814 Euro monatlich als geldwerten Vorteil an.

Zu Recht, entschieden die Bundesrichter: Der Vorteil des Arbeitnehmers liege auch in der Übernahme sämtlicher Benzinkosten, Reparaturen, Kfz-Steuern und Versicherungsprämien. Außerdem müsse die 1-Prozent-Regelung als Pauschalregelung individuelle Besonderheiten unberücksichtigt lassen. Alternativ könne der Arbeitnehmer alle privat verursachten Kosten auch mit einem Fahrtenbuch abrechnen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentar: Das Gezerre geht weiter
Die Machtübernahme beim Autozulieferer Grammer ist gescheitert. Das Gezerre wird aber weitergehen. Ein Kommentar von Merkur-Redakteur Martin Prem.
Kommentar: Das Gezerre geht weiter
IT-Dienstleister GFT setzt große Hoffnung in "Blockchain"
Ein Börsencrash ausgelöst durch eine Hackerattacke. Gar nicht so unwahrscheinlich, glauben IT-Experten. Doch eine Technologie könnte fatale Kettenreaktionen in …
IT-Dienstleister GFT setzt große Hoffnung in "Blockchain"
Preise für Vanille deutlich gestiegen
Echte Vanille ist ein begehrter Rohstoff. Vor allem die Lebensmittelindustrie, aber auch Eisdielen müssen derzeit beim Einkauf deutlich mehr dafür bezahlen. Die Vanille …
Preise für Vanille deutlich gestiegen
Auch General Motors wegen Abgas-Vorwürfen verklagt
Die Autoindustrie droht noch tiefer im Abgas-Sumpf zu versinken. Nur wenige Tage nach Razzien bei Daimler und einer Klage der US-Regierung gegen Fiat Chrysler eröffnen …
Auch General Motors wegen Abgas-Vorwürfen verklagt

Kommentare