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Ein Prozent der Unternehmen kontrolliert 43.000 der untersuchten Firmen.

Diese Konzerne kontrollieren die Weltwirtschaft

Zürich - Die Weltwirtschaft als Spielball einer kleinen Riege mächtiger Großkonzerne: Was bislang nur ein dumpfes Gefühl bei zahlreichen Experten und Globalisierungskritikern war, ist nun mit Fakten unterlegt worden.

Forscher der Eidgenössischen Technischen Universität Zürich (ETH) fanden heraus, dass eine “Super-Einheit“ aus 147 Firmen die Fäden der globalen Wirtschaft in der Hand hält.

Für ihre Studie “The network of global corporate control“ (Das Netzwerk der globalen Kontrolle der Unternehmenskontrolle) untersuchte das dreiköpfige Forscherteam erstmals, welche Unternehmen die Weltwirtschaft kontrollieren und wie weit deren Einflussbereich reicht. Das Ergebnis: Die Macht der Finanzinstitutionen ist enorm. An der Spitze der 50 mächtigsten Unternehmen steht die britische Barclays Bank, die Deutsche Bank findet sich hinter zahlreichen anderen Finanzinstituten auf Rang 13 wieder.

Besonders einflussreiche "Super-Einheit"

Grundlage der Studie war eine Datenbank aus dem Jahr 2007, die Informationen über 37 Millionen internationale Unternehmen und Investoren enthält. Die Autoren stießen dabei auf eine Gruppe von insgesamt 43.000 Konzernen, in der nur einige wenige Unternehmen großen Einfluss haben. Daraus ergaben sich wiederum 1.318 Konzerne, die durchschnittlich an 20 anderen Unternehmen beteiligt waren. In diesem Kreis entdeckten die Wissenschaftler ein geschlossenes Netzwerk einer besonders einflussreichen “Super-Einheit“, deren 147 Mitglieder sich gegenseitig kontrollieren.

Obwohl diese Firmen nur ein Prozent der Firmen ausmachten, kontrollierten sie mehr als 40 Prozent der 43.000 untersuchten Unternehmen, schrieb die “Frankfurter Rundschau“, die am Dienstag über die Studie berichtet hatte.

Einer der Autoren der Studie, James B. Glattfelder, äußerte sich gegenüber der “Frankfurter Rundschau“ kritisch über die starke Machtkonzentration. “Nationale Beteiligungsanalysen haben gezeigt, dass kleine, hochvernetzte Gruppen schlecht für den Wettbewerb sind“, erklärte er.

dapd

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