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Schulabbrecher Wolfram Siener (20) organisiert in Frankfurt die Bankenbesetzer-Bewegung

Dieser Bub lässt die Banker zittern

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Frankfurt - Seinen ersten großen Auftritt hatte Wolfram Siener letzte Woche bei Maybrit Illner. Ein blasser Nobody mag so mancher gedacht haben. Warum aber gerade dieser Junge die Banker zittern lässt:

Das weltweite Gesicht der Anti-Banken-Demonstrationen mag die starre weiße Guy-Fawkes-Maske sein. Für die Occupy-Bewegung hierzulande aber steht ein junger Mann mit fast kindlichen Zügen, der scheinbar schüchtern in die Kamera blickt: Wolfram Sie­ner (20) aus Frankfurt. Er ist die Galionsfigur der Proteste in seiner Stadt und in ganz Deutschland. Die Demos werden weitergehen, da ist Siener sicher.

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Seinen ersten großen Auftritt hatte er letzte Woche bei May­brit Illner. Ein blasser Nobody, was kann uns der zu sagen haben? Das dachte mancher Zuschauer vielleicht, bevor Siener seinen Mund aufmachte und mit einleuchtenden Bildern darlegte, was derzeit vollkommen schief läuft in unserem kapitalistischen System. Die Banken- und Wirtschaftslobbyisten in der Talk­runde hatten dagegen einen schweren Stand. Sieners Empörung über die Ungerechtigkeit durch die Übermacht der Finanzmärkte klang ehrlich und mitreißend. Seine Forderung, dass sich das ändern müsse, bewegte sicher den einen oder anderen, auf die Straße zu gehen – weil Protest einen Sinn haben könnte.

Siener ist kein linker Chaot, das sieht man, er ist Spross einer Mittelstandsfamilie, kleidet sich so, und trägt selbstverständlich ein Smartphone bei sich. Neue Medien sind ja die Kommunikationsplattform der weltweiten Occupy-Bewegungen – deshalb tut man sich auch so schwer, einen Anführer zu benennen. Dass nun in Deutschland er allein als Vorbild gilt, passt Siener nicht.

Um einen Streber handelt es sich hier also nicht, das zeigt auch sein Lebenslauf unterstrichen. Nach der zehnten Klasse verließ Siener das Gymnasium und ging mit 17 zu Verwandten nach Finnland, „um herauszufinden, was ich wollte,“ wie er Spiegel-Online sagte. Dass er sich für Politik interessiert – und die Banken zu viel Einfluss haben, wusste er schon mit 13. Deshalb ist der Bub auch nächsten Samstag wieder auf den Barrikaden.

BW.

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