DIHK lehnt Konjunkturprogramme ab

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Köln (dpa) - Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) lehnt Konjunkturprogramme zur Ankurbelung der deutschen Wirtschaft ab. Der hohe Schuldenstand des Bundes sei Zeuge leerer Versprechen, was Konjunkturprogramme und deren Selbstfinanzierung angehe.

Das sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben dem Deutschlandfunk. "Ich kann nur sagen: Vorsicht, Vorsicht, Vorsicht." Notwendig seien aber mehr Investitionen vor allem in Bildung und Infrastruktur. Es dürfe keine Chance ungenutzt bleiben, "um Deutschland fitter zu machen, damit wir mit den Unbilden, die möglicherweise auf uns zukommen, besser zurecht kommen", forderte Wansleben.

Der DIHK geht wie viele Ökonomen von einem Abschwung in Deutschland aus. "Das wissen wir schon lange, und wenn wir ehrlich sind, rechnen wir ja schon längere Zeit damit, dass es irgendwann runter geht", sagte Wansleben. Die letzten drei Jahre seien "sensationell" gewesen. Doch nun sei die Geldmarktkrise größer als zunächst befürchtet. Dazu kämen die exorbitant steigenden Energie- und Rohstoffpreise. Wer sich mit Krisenszenarien beschäftige oder gar Rezessionsängste schüre, mache aber einen Fehler.

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