+
Die Briten hatten sich in einem Referendum für den Austritt aus der EU entschieden. Foto: Yui Mok/PA Wire

Wirtschaft in Sorge

DIHK-Präsident: Brexit wird "gravierende" Folgen haben

Berlin (dpa) - Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, hat vor "gravierenden" Folgen des Brexit für deutsche Unternehmen gewarnt.

"Großbritannien ist unser drittwichtigster Exportpartner. Allein im vierten Quartal sind die Exporte um neun Prozent zurückgegangen", sagte Schweitzer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Dennoch sprach sich der DIHK-Chef für harte Brexit-Verhandlungen mit Großbritannien aus. Die EU-Mitgliedschaft beruhe auf der Dienstleistung-, Waren- und Kapitalverkehrsfreiheit sowie der Arbeitnehmer-Freizügigkeit. "Großbritannien will nun von den drei erstgenannten profitieren, die Arbeitnehmer-Freizügigkeit jedoch abschaffen. Das geht nicht, schon allein, weil sich dann Nachahmer finden könnten", sagte Schweitzer.

Britische Medien gehen davon aus, dass Premierministerin Theresa May die Scheidung gemäß Artikel 50 des Vertrags über die Europäische Union bis Ende des Monats in Brüssel einreicht. Danach können die zweijährigen Verhandlungen mit der EU beginnen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Entscheidung über Diesel-Fahrverbote vertagt
Es bleibt spannend: Nach jahrelangen Diskussionen nehmen sich auch die obersten Verwaltungsrichter ein paar Tage Zeit, um Klarheit zu schaffen, ob Diesel-Fahrverbote …
Entscheidung über Diesel-Fahrverbote vertagt
Dax nach Schlussspurt kaum verändert
Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Leitindex Dax hat sich am Donnerstag mit einem Schlussspurt noch fast ins Plus gerettet.
Dax nach Schlussspurt kaum verändert
Eurokurs erholt sich - Dollar gibt nach
Der Eurokurs hat sich erholt. Der amerikanische Doller steht dafür unter Druck. Dämpfer dafür sind wohl die jüngsten Turbulenzen in den USA.
Eurokurs erholt sich - Dollar gibt nach
„Traktor-Kartell“: Ermittlungen gegen Baywa und Agrar-Großhändler eingestellt
Die Ermittlungen wegen illegaler Preisabsprachen bei Landmaschinen gegen Baywa und Agrar-Großhändler wurde eingestellt. In einem anderen Kartellverfahren wird dagegen …
„Traktor-Kartell“: Ermittlungen gegen Baywa und Agrar-Großhändler eingestellt

Kommentare