DIHK fordert

"Regierung muss für 'Made in Germany' kämpfen"

Berlin - Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat die künftige Bundesregierung aufgefordert, sich in Brüssel für die Erhaltung der Herkunftsbezeichnung "Made in Germany" stark zu machen.

"Das 100 Jahre alte Gütesiegel gerät immer mehr in Gefahr", sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer der Zeitung "Die Welt" vom Dienstag. Nach der EU-Kommission habe nun auch der Binnenmarkt-Ausschuss des Europäischen Parlaments für einen Vorschlag gestimmt, der auf eine Aushöhlung der Qualitätsbezeichnung für deutsche Produkte hinauslaufe. Die Bundesregierung müsse in der bevorstehenden Abstimmung im EU-Ministerrat "alles daran setzen, das Schlimmste zu verhindern".

Schweitzer sagte der Zeitung, künftig solle sich die Herkunftsbezeichnung an Zollvorschriften und nicht wie bisher an Verbrauchersicherheit orientieren. "Damit ist nicht mehr sichergestellt, dass der Verbraucher auch das bekommt, was er mit 'Made in Germany' verbindet: Qualität, Technik, Design und eine Verarbeitung auf höchstem Niveau." Laut DIHK würden die Pläne der EU auch zu deutlich mehr Bürokratie und zu mehr Kosten für die Unternehmen führen, weil die Dokumentationspflichten steigen.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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