Handel geht weiter stark zurück

DIHK: Russland-Krise schlägt voll ins Kontor

Berlin/Moskau - Der Absturz der russischen Wirtschaft trifft deutsche Unternehmen nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hart.

„Die wirtschaftlich desolate Lage in Russland schlägt voll ins Kontor der deutschen Wirtschaft“, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben am Mittwoch in Berlin. Über 90 Prozent der in Russland aktiven Firmen rechneten im laufenden Jahr mit noch schlechteren Geschäften. 2014 war der deutsche Russland-Handel bereits um ein Fünftel geschrumpft.

Die Wirtschaft unterstütze die politischen Bemühungen für eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts. Zugleich warb Wansleben aber dafür, die Kontakte nach Russland nicht abreißen zu lassen und in Branchen, die nicht von den Sanktionen betroffen sind, weiter eng zusammenzuarbeiten: „Wir setzen auf Dialog, aber auch aufs Geschäft.“

Der Vorsitzende des Außen-Ausschusses des Bundestags, Norbert Röttgen, warnte, Moskau zu sehr entgegenzukommen. In einem Interview des TV-Senders Phoenix sagte der CDU-Politiker: „Wenn wir alles tun, was Russland will, dann können wir zwar einen Waffenstillstand haben, aber dann haben wir keinen Frieden und keine Sicherheit.“ Mit Blick auf die Wirtschaftssanktionen meinte Röttgen: „Da ist noch viel Raum zur Verschärfung.“

dpa

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