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Europas größter Freizeitpark expandiert.

Disneyland in Paris expandiert

Paris - Europas größter Freizeitpark expandiert. Ein dritter Themenpark, Milliardeninvestitionen, noch mehr Fläche und damit Besucher sollen EuroDisney bei Paris profitabel machen.

Micky, Minni & Co wollen auf der Öko-Welle mitschwimmen. Ihr Comic-Reich Disneyland Paris - Europas meist besuchter Freizeitpark - soll um ein ökologisches Dorf erweitert werden. 1,8 Milliarden Euro soll es kosten, kündigte am Dienstag die Betreibergesellschaft EuroDisney SCA in Paris an. Und noch mehr Milliarden sollen fließen, um Millionen Besucher anzulocken. Feierlich wurde am Dienstag die Konzessionsverlängerung für den Park bis 2030 begangen. Die Freizeitakteure wollten noch nichts Näheres zu ihren Plänen verraten, doch der französische Entwicklungspartner Pierre & Vacances enthüllte schon erste Details.

Demnach sollen “Les Villages Nature de Val d'Europe“ (Die Naturdörfer im Europatal) bereits 2015 eröffnet werden. Der Ort soll nach den Prinzipien nachhaltiger Entwicklung in Form von Pfahlbauten um einen künstlichen See und Lagunen entstehen Für den Bau von Wohnungen wollen die Betreiber das nötige Kapital nun von privaten Anlegern, aber auch von Banken, Fondsgesellschaften und anderen Geldprofis einsammeln. Denn im europäischen Imperium von Dagobert Duck sind die Geldspeicher nicht so gut bestückt wie es sich viele wünschten, seit der Park am 12. April 1992 seine Tore öffnete.

Zwar hat Disneyland Paris mit jährlich rund 15 Millionen Besuchern mehr als doppelt so viel Zulauf wie der Eiffelturm; doch finanziell blieb eine echte Erfolgsstory im Osten von Paris nach Ansicht vieler Anleger bisher aus. Angesichts hoher Verluste drohte dem Park zeitweise sogar die Schließung. Die Freizeitattraktion hatte erst im Finanzjahr 2008 die Verlustzone verlassen. Die weltweite Finanzkrise nagte erneut an den Profiten, weil sich weniger Besucher nicht mehr so spendabel wie früher zeigten.

Das Disney-Imperium ist mittlerweile der fünftgrößte Hotelbetreiber Frankreichs - die Hotelbetten zu füllen wird ohne neue Attraktionen schwieriger. Sparen ist für die Betreiber daher ein Fremdwort - neue Attraktionen sollen noch mehr Besucher locken. Bis zu acht Milliarden Euro Investitionen wurden jetzt in Aussicht gestellt, um dem französischen Staat die Konzessionsverlängerung für das Gelände in Marne-la-Vallée um weitere 13 Jahre (bis 2030) zu versüßen. Das Gelände des Vergnügungsparks in Marne-la-Vallée wird dafür zudem von 1943 auf 2230 Hektar aufgestockt und entspricht somit etwa einem Fünftel der Fläche von Paris.

Frankreich hatte einst bei der Beschaffung des Geländes geholfen sowie Autobahn-Anschlüsse und sogar einen Bahnhof für Hochgeschwindigkeitszüge bis nach London und Brüssel gebaut. Zur Gruppe gehören neben Disneyland Paris das Vergnügungszentrum Disney Village, Hotels, ein Golfplatz und Kongresszentren sowie der zweite Park Walt Disney Studios.

dpa

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