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Die deutsche Konjunktur befindet sich in robuster Verfassung.

Institut korrigiert Prognose nach oben

Deutsche Wirtschaft wieder im Aufwärtstrend

Berlin - Die deutsche Wirtschaft hat die Schwächephase vom Sommer aus Expertensicht überwunden. Für das kommende Jahr erwartet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ein Wachstum von 1,4 Prozent.

Für 2016 könnte der Prognose vom Mittwoch zufolge ein Plus von 1,7 Prozent drin sein. Die Konjunktur werde von einem robusten Export, vor allem aber von der weiter guten Konsumnachfrage getragen, sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher.

Erst im Herbst waren die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute noch deutlich pessimistischer gewesen. Für das aktuelle Jahr hatten sie nur noch 1,3 Prozent Wirtschaftswachstum erwartet und im kommenden Jahr 1,2 Prozent.

Nun korrigierte das DIW diese Prognose um jeweils 0,2 Punkte nach oben. Viele Bereiche hätten sich besser entwickelt, als erwartet, sagte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. Bei den Unternehmen habe sich die Nervosität gelegt, was sich positiv auf ihre Investitionen auswirke. Auch das Ifo Institut hatte kürzlich seine Prognose für 2015 heraufgesetzt.

Für das kommende Jahr erwartet das DIW durch die Einführung des Mindestlohns steigende Löhne und eine weiter sinkende Inflationsrate unter anderem wegen des niedrigen Ölpreises. Das kurbele die Binnennachfrage an. Da gleichzeitig die Exporte steigen dürften, werde voraussichtlich auch mehr investiert.

Im weltweiten Vergleich hinkt Deutschland anderen Industrienationen aber weiter hinterher. So prognostiziert das DIW für Großbritannien im kommenden Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent, für die USA ein Plus von 3,1 Prozent. Der Euroraum dagegen komme kaum von der Stelle.

Ein erhebliches Risiko für die Stabilität der deutsche Wirtschaft ist nach DIW-Einschätzung die Verschärfung der Krise in Russland. Nicht nur der sinkende Ölpreis, sondern auch die zuletzt massive Kapitalflucht werde das Land in eine tiefe Rezession stürzen, sagte Fratzscher. Es sei nicht auszuschließen, dass sich diese auf die fragilen Märkte der Eurozone auswirke. Auch eine unerwartet starke Erhöhung der Leitzinsen in den USA oder ein unerwartet kräftiger Anstieg des Ölpreises könnten das Wachstum bremsen.

dpa

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