+
Im zweiten Quartal hatte die deutsche Wirtschaft im Vergleich zum Vorquartal um 2,2 Prozent zugelegt.

DIW rechnet mit über drei Prozent Wachstum

Düsseldorf/Berlin - Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet für dieses Jahr mit einem Wachstum von mehr als drei Prozent.

Lesen Sie auch:

Staatsdefizit drastisch gestiegen

Damit korrigierten die Berliner Wirtschaftsforscher ihre bisherige Prognose für Deutschland von 1,9 Prozent deutlich nach oben. DIW-Präsident Klaus Zimmermann sagte “Handelsblatt Online“, er erwarte in der zweiten Jahreshälfte angesichts der Risiken in China, der unsicheren amerikanische Konjunktur und schwache Wachstumserwartungen in vielen europäischen Partnerländern jedoch eine Abschwächung des derzeitigen Wachstumstempos.

Getragen vom starken Export ist die deutsche Wirtschaft im Frühjahr im Rekordtempo gewachsen. Im Vergleich zum Vorquartal legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von April bis Juni real um 2,2 Prozent zu und damit so stark wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Das berichtete das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden und bestätigte damit seine erste Berechnung.

Treiber für das Wachstum waren neben dem Außenhandel (Exporte plus 8,2 Prozent) auch die Investitionen. Sowohl in Ausrüstungen (plus 4,4 Prozent) als auch in Bauten (plus 5,2 Prozent) wurde nach den Angaben deutlich mehr investiert als im Vorquartal. Allerdings bewegten sich insbesondere die Ausrüstungsinvestitionen nach den zum Teil zweistelligen Rückgängen während der Wirtschaftskrise 2008/2009 immer noch auf einem relativ niedrigen Niveau. Der Anstieg der Bauinvestitionen sei durch Nachholeffekte nach dem vergleichsweise strengen Winter beschleunigt worden.

Nach der tiefsten Rezession der Nachkriegsgeschichte ist die deutsche Wirtschaftsleistung inzwischen im fünften Quartal in Folge wieder gewachsen. Auf Jahressicht stieg das BIP preisbereinigt um 4,1 Prozent. Nach Berechnungen der Deutsche Bundesbank hat die deutsche Wirtschaft den krisenbedingten Produktionsrückgang bereits gut zur Hälfte wettgemacht.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Telekom-Chef: Weniger Warten auf Techniker
Gute Vorsätze bei der Telekom: Kunden sollen laut Konzernchef Höttges bei vereinbarten Terminen mit Technikern nicht mehr so lange warten müssen - aber nur, wenn es sich …
Telekom-Chef: Weniger Warten auf Techniker
Immer teurere Immobilien in deutschen Großstädten
Wohnen wird in den großen Städten immer teurer. Die Bürger müssen sich dabei gleichzeitig auf geringere Reallohnzuwächse einstellen - auch wegen der wieder etwas …
Immer teurere Immobilien in deutschen Großstädten
Solarbranche sieht trotz Solarworld-Pleite neuen Aufschwung
Die Solarworld-Insolvenz kurz vor der Messe Intersolar war eine schmerzhafte Nachricht für die Branche. Doch sie gibt sich zuversichtlich. Rund um Themen wie …
Solarbranche sieht trotz Solarworld-Pleite neuen Aufschwung
Ex-Arcandor-Chef zieht Antrag auf Haftverkürzung zurück
Berlin/Essen (dpa) - Der wegen Anstifung zur Untreue angeklagte frühere Arcandor-Chef Thomas Middelhoff zieht seinen Antrag auf Haftverkürzung zurück. Das sagte seine …
Ex-Arcandor-Chef zieht Antrag auf Haftverkürzung zurück

Kommentare