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Dm-Gründer Götz Werner vor einer Firmenzentrale.

dm-Gründer hat kein Mitleid mit den Schleckers

Stuttgart - Der Gründer von Deutschlands umsatzstärkster Drogeriekette "dm" hat kein Mitleid mit Meike und Lars Schlecker. Sorgen macht er sich um ganz andere Betroffene.

“Sie haben eine erstklassige Ausbildung, sie sind Anfang vierzig, ihnen steht die ganze Welt offen“, sagte Götz Werner den “Stuttgarter Nachrichten“ (Freitag). Der 68-Jährige erklärte, ihm tue “eher die alleinerziehende Schlecker-Mitarbeiterin“ leid. Er sehe aber gute Chancen für die Schlecker-Beschäftigten, von denen 11.750 ihren Job verlieren sollen.

Schlecker-Mitarbeiter kämpfen um ihr Recht

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“Aber man muss bedenken“, mahnte Werner, “wenn in Bochum das Opel-Werk schließen würde, hätte das eine andere Dimension als wenn deutschlandweit vereinzelt Filialen geschlossen werden“. Das werde der Arbeitsmarkt aufnehmen. “In Süddeutschland sehe ich da gar kein Problem.“

Bei einer möglichen Transfergesellschaft sei “die Gemeinschaft“ in der Pflicht, so der dm-Gründer, dessen Unternehmen sich bislang nicht zur Schlecker-Pleite geäußert hatte. Werner sagte: “Denn es geht nicht um irgendwelche Menschen da oben - die Gemeinschaft sind wir. Wir sind verantwortlich dafür, dass jeder, der sich in unserer Gemeinschaft befindet, leben kann.“

Für sein Unternehmen kündigte Werner einen weiteren Wachstumskurs an. “Wir werden künftig eher noch mehr Filialen eröffnen als bisher“, sagte Werner. “Im Norden sehen wir noch Potenzial. Vor allem aber geht es um die Erneuerung des bestehenden Filialnetzes und um Vergrößerung.“ Werner hatte dm 1973 gegründet, zog sich aber 2008 in den Aufsichtsrat des Unternehmens zurück.

dpa

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