19 Mrd Dollar Abschreibungen - Gigantische Verluste bei UBS

Zürich - Die Schweizer Großbank UBS ist noch schwerer von der Finanzkrise betroffen als bislang angenommen. Das Institut erwarte im ersten Quartal Abschreibungen über 19 Milliarden Dollar (12,1 Mrd Euro), teilte UBS am Dienstag in Zürich mit.

Dies führe voraussichtlich zu einem Nettoverlust in den ersten drei Monaten von 12 Milliarden Schweizer Franken (7,6 Mrd Euro). Um die Liquidität der Bank sicherzustellen, wird eine erneute Kapitalerhöhung in Höhe von 15 Milliarden Franken vorgenommen.

UBS-Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel zieht die Konsequenzen aus dem Milliardendesaster. Er verzichte auf eine neue Amtsperiode. Er stelle sich nicht zur Wiederwahl, berichtete die UBS. Sein Nachfolger soll das Konzernleitungs-Mitglied Peter Kurer werden.

Im Investment-Banking rechnet das Institut angesichts der Probleme im ersten Quartal mit einem Vorsteuerverlust von 18 Milliarden Franken. Das Institut hat nach eigenen Angaben seine Positionen im darnieder liegenden US-Hypothekenmarkt inzwischen auf 15 Milliarden US-Dollar reduziert. Das Geschäft mit US-Immobilien soll nun in eine eigene Sparte ausgegliedert werden.

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