19 Mrd Dollar Abschreibungen - Gigantische Verluste bei UBS

Zürich - Die Schweizer Großbank UBS ist noch schwerer von der Finanzkrise betroffen als bislang angenommen. Das Institut erwarte im ersten Quartal Abschreibungen über 19 Milliarden Dollar (12,1 Mrd Euro), teilte UBS am Dienstag in Zürich mit.

Dies führe voraussichtlich zu einem Nettoverlust in den ersten drei Monaten von 12 Milliarden Schweizer Franken (7,6 Mrd Euro). Um die Liquidität der Bank sicherzustellen, wird eine erneute Kapitalerhöhung in Höhe von 15 Milliarden Franken vorgenommen.

UBS-Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel zieht die Konsequenzen aus dem Milliardendesaster. Er verzichte auf eine neue Amtsperiode. Er stelle sich nicht zur Wiederwahl, berichtete die UBS. Sein Nachfolger soll das Konzernleitungs-Mitglied Peter Kurer werden.

Im Investment-Banking rechnet das Institut angesichts der Probleme im ersten Quartal mit einem Vorsteuerverlust von 18 Milliarden Franken. Das Institut hat nach eigenen Angaben seine Positionen im darnieder liegenden US-Hypothekenmarkt inzwischen auf 15 Milliarden US-Dollar reduziert. Das Geschäft mit US-Immobilien soll nun in eine eigene Sparte ausgegliedert werden.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Loch auf A20 bereitet Ostsee-Tourismusbranche Sorgen
"Wie konnte das nur geschehen?" Auch noch nach Wochen sorgt der Anblick des Lochs auf der A20 für hilfloses Kopfschütteln. Die Ursachenforschung steht hinten an. …
Loch auf A20 bereitet Ostsee-Tourismusbranche Sorgen
Ryanair geht nach Streikdrohung auf Piloten zu
Ryanair-Chef Michael O'Leary hat sich gern als Gewerkschaftsfresser gegeben. Weil nun Streiks in der verkehrsreichen Weihnachtszeit in ganz Europa drohen, legt der Ire …
Ryanair geht nach Streikdrohung auf Piloten zu
Bahn lässt ICE-Züge wegen Winterwetters langsamer fahren
Seit einer Woche kämpft die Bahn gegen Probleme auf ihrer Neubaustrecke. Damit das Wetter am Wochenende nicht noch mehr Ärger macht, ergreift der Konzern bundesweit …
Bahn lässt ICE-Züge wegen Winterwetters langsamer fahren
Continental will bald mit Elektroantrieben Gewinn machen
Autozulieferer Continental will beim Siegeszug der Elektroantriebe rechtzeitig mitmachen. Der 48-Volt-Diesel-Hybrid soll schon bald Geld verdienen.
Continental will bald mit Elektroantrieben Gewinn machen

Kommentare