Dollar: Europäer fordern USA zum Handeln auf

- Brüssel - Zur Abwendung der anhaltenden Dollarschwäche haben die Europäer von den USA eine Wende in der amerikanischen Haushaltspolitik gefordert. Mit Blick auf die hohen Defizite in der US-Leistungsbilanz sowie beim Haushalt sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, nach Beratungen der Euro-Finanzminister: "Wir haben alle Hausaufgaben zu machen. Das gilt für beide Seiten des Atlantiks."

<P>Der Vorsitzende der Finanzminister des Euro-Gebietes, der niederländische Ressortchef Gerrit Zalm, forderte, die Amerikaner müssten ihre Sparquote erhöhen, während die Europäer das Wirtschaftswachstum mit Reformen ankurbeln müssten. Der österreichische Finanzminister Karl-Heinz Grasser sagte mit Hinweis auf die USA: "Sie müssen Signale setzen, das Leistungsbilanzdefizit und das Haushaltsdefizit zu reduzieren."</P><P>Die Finanzminister der zwölf Länder mit der Euro-Währung veröffentlichten eine Erklärung, wonach alle wichtigen Länder und Regionen der Welt mehr als bisher Ungleichgewichte beseitigen müssten. Dies gilt als klarer Fingerzeig an Washington. Übermäßige Schwankungen bei den Wechselkursen schadeten dem Wachstum und seien unwillkommen. EU-Währungskommissar Joaquin Almunia sagte, seine Wachstumsvorhersagen seien nicht mehr zu halten. Die Kommission hatte im Oktober für die Euro-Zone ein Wachstum von 2,1 Prozent für 2004 und 2,0 Prozent für 2005 angenommen. Neue Zahlen nannte Almunia nicht.</P>

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