Dosenpfand: Lösung immer noch fraglich

- Berlin - Insellösungen, größere Rücknahme-Zusammenschlüsse oder gar keine Dosen mehr im Regal _ Im Handel herrscht weiter ein Wirrwarr um das Dosenpfand. Am 1. Oktober endet die Schonfrist, danach fällt die Übergangsregelung, die dem Verbraucher das Leben mit der Dose derzeit so schwer macht. Darf er jetzt sein Einweg-Leergut doch nur dort zurückgeben, wo er es auch gekauft hat. Vom 1. Oktober an hat er zwar das Recht, seine Dosen überall zurückzugeben. Aber ob das auch wirklich so möglich sein wird, ist unklar.

<P>Geschäfte und Supermärkte bereiten sich unterschiedlich vor. "Viele Handelsunternehmen, Supermärkte und Einzelhändler werden ihre letzten Dosen und Wegwerfflaschen verkaufen und ab Oktober "dosenfrei" sein", sagt der Sprecher des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels, Hubertus Pellengahr. Discounter wie Aldi oder Lidl planten eigene "Insellösungen". Der Discounter Plus mit 2700 Filialen geht beim Dosenpfand innerhalb der Tengelmann-Gruppe einen neuen Weg und bietet eine eigene Einwegflasche an. "Die Inseln werden aber der EU-Kommission ab dem 1. Oktober nicht reichen", lautet die Prognose Pellengahrs, eines heftigen Gegners des Dosenpfands. Denn Brüssel verlangt ein bundesweites Rücknahmesystem. Andernfalls droht Deutschland ein Vertragsverletzungsverfahren.</P><P>Auch nach dem 1. Oktober wird es nicht einfacher. Wer auf Einwegverpackungen nicht verzichten will, muss sein Leergut weiter zur richtigen "Insel" zurückbringen.</P>

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