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EZB-Präsident Mario Draghi warnt die Europäer davor, ihre Glaubwürdigkeit nicht zu verspielen.

Draghi warnt: Glaubwürdigkeit nicht verspielen

Frankfurt/Main - EZB-Präsident Mario Draghi hat die Europäer davor gewarnt, bei der Lösung der Schuldenkrise die Glaubwürdigkeit zu verspielen.

“Glaubwürdigkeit kann man schnell verlieren - und die Geschichte zeigt, dass ihre Wiederherstellung hohe wirtschaftliche und soziale Kosten verursacht“, sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) bei einem Bankenkongress am Freitag in Frankfurt.

Nachdem mit Italien Europas drittgrößte Volkswirtschaft in den Sog der Krise geriet, waren die Forderungen nach neuen Notfalleinsätzen der EZB lauter geworden. Ökonomen und Politiker meinen, nur die EZB könne die Märkte dauerhaft beruhigen: Indem die Notenbank in großen Stil italienische Staatsanleihen kauft. Währungshüter wehren sich gegen die Vereinnahmung der Geldpolitik für die Staatsfinanzierung.

Draghi mahnte, die jüngsten politischen Beschlüsse zur Stabilisierung des Euro vom Krisengipfel Ende Oktober rasch umzusetzen. “Wir sollten damit nicht länger warten.“ Die Euro-Länder hatten sich unter anderem darauf verständigt, den Euro-Rettungsfonds EFSF deutlich zu erweitern. Der Italiener Draghi forderte zugleich die Staaten dazu auf, Reformen voranzutreiben und so ihren Beitrag zur Lösung der Krise zu leisten.

dpa

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