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Notenbank-Präsident Mario Draghi

EZB zu weiteren Stützungsmaßnahmen bereit

Draghi: "Der Euro ist unumstößlich"

Frankfurt/Main - Die Europäische Zentralbank (EZB) ist grundsätzlich zu weiteren Stützungsmaßnahmen für kriselnde Eurostaaten bereit.

Das betonte Notenbank-Präsident Mario Draghi am Donnerstag in Frankfurt. Im Raum stehen unter anderem Käufe von Staatsanleihen taumelnder Euro-Schwergewichte wie Spanien und Italien.

Die extrem hohen Risikoprämien für Staatsanleihen behinderten eine effektive Geldpolitik, erklärte Draghi. Um die Lage zu entspannen, müssten die Regierungen für ein Eingreifen der Euro-Rettungsfonds EFSF und ESM an den Anleihemärkten bereitstehen.

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EFSM, EFSF oder ESM: Das bedeuten die Kürzel der Finanzkrise

Die EZB könnte sich an Stützungskäufen im Rahmen ihres Mandats beteiligen - “in einem Umfang, der ausreicht, das Ziel zu erreichen“, wie Draghi ausführte. “In den nächsten Wochen werden wir angemessene Modalitäten für solche Maßnahmen entwickeln“, sagte Draghi.

Die EZB könne politisches Handeln nicht ersetzen, betonte der Italiener. Zugleich bekräftigte Draghi die Entschlossenheit der Währungshüter: “Der Euro ist unumstößlich.“

Draghi enttäuscht hohe Erwartungen - Dax rutscht ab

Nach zeitweise plus anderthalb Prozent ist der Dax während der Äußerungen von EZB-Chef Mario Draghi am Donnerstag kräftig ins Minus gerutscht. Zuletzt verlor der Leitindex 1,88 Prozent auf 6627,80 Punkte. Einem Börsianer zufolge enttäuschte EZB-Präsident Mario Draghi vor allem mit seinen Andeutungen zum Eingreifen der EZB zur Euro-Schuldenkrise, die zeitlich nicht konkret genug gewesen seien.

“Nach der starken Erholungsrally seit Mitte vergangener Woche wollte der Markt etwas anderes hören, als dass in den kommenden Wochen die Modalitäten festgelegt werden sollen“, sagte er. Die Erwartungen seien nach den Euro-stützenden Kommentaren sehr hoch gewesen, und bislang habe Draghi nicht geliefert. Auch der Euro sackte kurzzeitig stark ab, er fiel von 1,24 US-Dollar zeitweise unter 1,22 Dollar. 

dpa

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