Drastischer Jobabbau bei GPC Biotech

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Martinsried (dpa) - Das Biotechunternehmen GPC Biotech streicht nach einem weiteren Rückschlag für das Krebsmittel Satraplatin fast die Hälfte seiner Arbeitsplätze. Der Abbau von 103 der insgesamt 240 Arbeitsplätze betreffe Deutschland wie auch die USA, teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit.

"Unser Ziel, zum Jahresende 2007 noch über ausreichende Finanzmittel für etwa zwei Jahre Geschäftstätigkeit zu verfügen, hat leider eine sehr signifikante Reduzierung unserer Belegschaft auf beiden Seiten des Atlantiks notwendig gemacht", sagte Unternehmenschef Bernd Seizinger.

Insgesamt seien 60 Mitarbeiter in München und weitere 43 Beschäftigte am Standort Princeton in den USA betroffen. Nach der Schließung des Firmenstandorts in Waltham Massachusetts in einigen Wochen verbleiben 56 Beschäftigte in München sowie 58 in Princeton. GPC Biotech strebe weiter Lizenzierungs- sowie Fusions- und Übernahmemöglichkeiten auf beiden Seiten des Atlantiks an.

Wegen der Probleme mit Satraplatin stellt sich das Unternehmen für dieses Jahr auf einen Umsatzrückgang von 22,7 Millionen Euro im Vorjahr auf 17 bis 19 Millionen Euro ein. Zum Jahresende will GPC Biotech noch über Finanzmittel von 60 Millionen Euro verfügen. GPC Biotech hatte vor einer Woche einen drastischen Stellenabbau angekündigt. Grund war eine Zulassungsstudie in den USA für Satraplatin zur Behandlung von Prostatakrebs, die negativ ausgefallen war.

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