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Beim "Dreamliner" von Boeing gibt es laut einer US-Behörde Probleme mit Stromausfällen.

Unter speziellen Voraussetzungen

Dreamliner: US-Behörde warnt vor Stromausfällen

Washington - Die US-Flugaufsichtsbehörde (FAA) hat vor einem potenziell gefährlichen Softwareproblem in Boeings 787 „Dreamliner“ gewarnt.

Demnach kann unter bestimmten Umständen plötzlich das gesamte Stromsystem der Maschine ausfallen - und damit möglicherweise die Kontrolle über das Flugzeug verloren werden. Passieren könne das, wenn ein Jet ohne Unterbrechung 248 Tage an Strom angeschlossen sei. Die Behörde weist daher die Fluggesellschaften an, die elektrischen Systeme in Abständen für kurze Zeit zu deaktivieren.

Boeing arbeitet bereits an einer grundlegenden Lösung des Problems. Ein Software-Update solle ab Herbst an die Airlines ausgeliefert werden, zitierte das „Wall Street Journal“ den Flugzeugbauer. Das Blatt sprach von einer kleinen Panne im Vergleich zu einem Batterieproblem, das Anfang 2013 zu einem vorübergehenden weltweiten 787-Startverbot geführt hatte.

Nach einer am Freitag veröffentlichten FAA-Direktive können Software-Zähler in den Kontrolleinheiten des Hauptgenerators überlaufen und diese in einen Schutzmodus versetzen, wenn die Maschine rund acht Monate ununterbrochen am Netz hängt. Wenn alle vier Einheiten auf einmal eingeschaltet seien, bestehe somit die Gefahr eines völligen Stromausfalls. Das Problem habe Boeing bei eigenen Labortests festgestellt.

Laut „Wall Street Journal“ sind Deaktivierungen der elektrischen Systeme, wie sie jetzt die FAA vorschreibt, nach Angaben von Boeing bereits bei Wartungsarbeiten praktisch gang und gäbe. Das Unternehmen habe zudem vor wenigen Tagen Airlines empfohlen, die Systeme freiwillig mindestens alle vier Monate auszuschalten. Der Zeitung zufolge gilt die FAA-Direktive für mehr als zwei Dutzend „Dreamliner“, die von US-Fluggesellschaften eingesetzt werden. Es sei aber zu erwarten, dass sich auch Regulierer im Ausland anschließen.

dpa

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