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Stillstand auf den Gleisen: Für drei Tage streiken viele Lokführer von Regiobahnen.

Drei Tage Stillstand auf den Gleisen

Frankfurt/Main - Die Lokführergewerkschaft GDL bestreikt seit Dienstagmittag einigen Regionbahnen. 72 Stunden lang soll nicht gearbeitet werden - der längste Ausstand im aktuellen Tarifstreit.

Ein Sprecher in der Zentrale der Arbeitnehmerorganisation in Frankfurt bestätigte den Auftakt des Arbeitskampfes um 14 Uhr. Der auf drei Tage angelegte Ausstand ist der bisher längste in dem aktuellen Tarifkonflikt mit den Konkurrenzunternehmen der Deutschen Bahn (DB).

„Sturheit ist nicht zu begreifen“

Von den ehemals sechs wichtigsten DB-Wettbewerbern ist der Großteil bereits an den Verhandlungstisch zurückgekehrt. Insgesamt neun Regiobahnen, unter ihnen die Unternehmen des Veolia-Konzerns, die AKN Eisenbahn AG, die Prignitzer Eisenbahngesellschaft (PEG) und die Hohenzollerische Landesbahn (HzL), sind laut GDL aber nach wie vor nicht verhandlungsbereit. Sie hätten in der Streikpause bis zum 1. Mai keine Angebote vorgelegt, über die es zu sprechen lohne. „Die Sturheit der Unternehmen ist nicht zu begreifen“, hatte GDL-Chef Claus Weselsky in einer Mitteilung erklärt.

GDL fordert einheitliche Bezahlung für Lokführer

Im Kern geht es in dem Streit zwischen den restlichen Regiobahnen und der GDL um eine einheitliche Bezahlung aller 26.000 Lokführer in Deutschland. Die Gewerkschaft will, dass auch die Angestellten in den Führerständen der Regiobahnen auf dem hohen Niveau des Marktführers DB bezahlt werden. Dabei geht es vor allem um Einkommen und Zulagen.

dpa

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