Drohender Streik: Airlines ziehen Flüge vor

Frankfurt/Berlin - Wegen des möglichen Streiks der Fluglotsen haben mehrere Airlines ihre Flüge auf die frühen Morgenstunden des Dienstags vorgezogen.

Bei der Lufthansa sollen am Dienstag einige Maschinen nach Frankfurt, München und Düsseldorf früher starten, sagte ein Lufthansa-Sprecher am Montagmittag auf Anfrage. Air Berlin hatte bereits am Mittag 21 Flüge auf 5.15 Uhr vorverlegt. “Es könnten noch weitere folgen“, sagte eine Air-Berlin-Sprecherin. Reisende sollten sich auf den Internetseiten und über die Telefonhotlines über ihre Flugzeiten informieren.

Ihre Ansprüche beim Fluglotsen-Streik

Ihre Ansprüche beim Fluglotsen-Streik

Die Maschinen sollen nach den Plänen der Airlines noch vor Streikbeginn abheben. “Wir befinden uns noch in Planungen“, sagte die Sprecherin von Air Berlin. Um dem drohenden sechsstündigen Streik ab 6.00 Uhr am Dienstag auszuweichen, können auch Maschinen nach 12.00 Uhr verlegt werden. “Wenn es keinen Streik gibt, fliegen wir wahrscheinlich wieder zu den normalen Zeiten“, sagte die Sprecherin.

Der größte deutsche Flughafen in Frankfurt bereitet sich auch auf einen möglichen Fluglotsenstreik vor. “Die Feldbetten haben wir aber nicht rausgeholt“, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. Bei einem Ausstand am Dienstag könnten die Reisenden davon ausgehen, noch am selben Tag weiterzukommen. Zusätzliches Personal und Versorgungsmaterial seien für den Notfall eingeplant. “Wir können schnell reagieren“, sagte der Sprecher. Nach Angaben der Fraport könnten in Frankfurt 500 bis 600 Flüge betroffen sein.

dpa

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