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Konnte ihm Aufsichtsversagen nachgewiesen werden? Ex-MAN-Chef Håkan Samuelsson.

Droht MAN Bußgeld von bis zu 250 Millionen Euro?

München - In der MAN-Korruptionsaffäre drohen dem Konzern nach einem Magazin-Bericht möglicherweise noch höhere Bußgeld- Zahlungen als bislang bekannt.

Die Justiz habe ihre Forderungen auf 250 Millionen Euro beziffert, meldete der “Focus“ am Wochenende. Über die tatsächliche Höhe des endgültigen Bescheides werde noch verhandelt. Ein MAN-Sprecher nannte die Zahlen “reine Spekulation“.

Der “Focus“ berichtete weiter, die internen Ermittler hätten bei MAN in 180 “Einzelkomplexen“ fragwürdige Zahlungen von mehr als 100 Millionen Euro gefunden. Sie hätten dem abgetretenen MAN-Chef Håkan Samuelsson zudem Aufsichtsversagen nachgewiesen. Demnach soll dieser bei einem Fall in Kasachstan dem damaligen Chef der MAN-Sparte Turbo nach Korruptionsvorwürfen seine Pensionsansprüche gelassen haben. Zu diesem konkreten Fall nahm ein MAN-Sprecher am Sonntag auf Nachfrage keine Stellung. Auch die angebliche Höhe der fragwürdigen Zahlungen kommentierte er nicht, sondern verwies auf den Abschlussbericht der internen Ermittlungen, der noch vor Ende des Jahres dem Aufsichtsrat vorgelegt werden soll.

dpa

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