DGB droht Regierung mit "heißem Frühjahr"

Berlin - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat der Bundesregierung mit einem “heißen Frühjahr“ gedroht. Im Brennpunkt: die Leiharbeit und der Mindeslohn.

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, hat der schwarz-gelben Koalition mit einem “heißen Frühjahr“ gedroht. Bei den Landtagswahlkämpfen in den nächsten drei Monaten wollten die Gewerkschaften vor allem die Leiharbeit zum großen Thema machen, kündigte Sommer am Mittwoch im Südwestrundfunk (SWR) an. Leiharbeit dürfe nicht länger zum Instrument von Lohndumping und prekärer Arbeit gemacht werden, bekräftigte Sommer.

Der DGB werde sich darum bemühen, dass “wir dabei zu einer anderen gesetzlichen Regelung kommen, als sich die Bundesregierung das heute vorstellt.“ Beim Thema gesetzlicher Mindestlohn rechnet der DGB- Vorsitzende nicht mit einer schnellen Einigung; dafür sei der Widerstand in Union, FDP und auch bei den Arbeitgeberverbänden zu groß.

Sommer warf Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) vor, sich heute für einen XXL-Aufschwung zu loben, mit dem er nichts zu tun habe, weil er seinerzeit in der Opposition gegen sämtliche Konjunkturprogramme gewesen sei.

dpa

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