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Die Beschäftigten der deutschen Druckindustrie erhalten dieses und nächstes Jahr mehr Geld.

Einigung bei Tarifverhandlungen

Druckindustrie: Beschäftigte erhalten mehr Geld

Frankfurt/Main - Die rund 170.000 Beschäftigten der deutschen Druckindustrie erhalten dieses und nächstes Jahr mehr Geld.

Nach über zwölf Stunden in der vierten Verhandlungsrunde verständigten sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) in der Nacht zum Mittwoch auf eine Einmalzahlung in diesem sowie eine lineare Gehaltserhöhung im nächsten Jahr. Vor der Einigung hatten sich laut ver.di rund 5.000 Beschäftigte in mehr als 70 Betrieben an Warnstreiks beteiligt.

Spätestens zum September dieses Jahres gibt es die Einmalzahlung in Höhe von 280 Euro, wie ein Gewerkschafts-Sprecher der Nachrichtenagentur AP sagte. Zum 1. April 2010 stiegen dann die Gehälter linear um 2 Prozent. Der Gehaltstarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und ist zum 31. März 2011 erstmals wieder kündbar. Der Manteltarifvertrag, der zum Ende des Jahres ausgelaufen wäre, wurde um ein weiteres Jahr verlängert. Sollte es danach Änderungen geben, könnten diese frühestens zum 1. September 2011 in Kraft treten, sagte der Gewerkschaftssprecher weiter.

Die von Arbeitgeberseite geforderten betrieblichen Öffnungsklauseln zur Verschiebung, Reduzierung oder Streichung der Einmalzahlung und der Lohn- und Gehaltserhöhung seien abgewehrt worden.

“Angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Lage in der Branche ist dies ein tragfähiges Ergebnis“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Frank Werneke. Damit sei es gelungen, den Manteltarifvertrag zu verlängern und die von den Arbeitgebern geforderten betrieblichen Öffnungsklauseln abzuwehren. “So wurden zwei wesentliche Verhandlungsziele von ver.di durchgesetzt“, sagte er.

Auch der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Wolfgang Pütz, wertete das Ergebnis als einen tragfähigen Kompromiss, welcher der wirtschaftlichen Situation gerecht werde und Planungssicherheit für die Unternehmen biete.

ap

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