DSF-Fernsehen setzt Wetten ins Programm

- Ismaning - Der Sportsender DSF setzt trotz des aktuellen Bundesliga-Skandals um verschobene Fußballspiele große Hoffnungen auf den geplanten Einstieg in das Geschäft mit Sportwetten. "Wir werden in jedem Fall noch in diesem Jahr in das Thema einsteigen", sagte DSF-Chef Rainer Hüther. Es gebe ein sehr großes Potenzial bei den Zuschauern des Senders, das DSF sei daher eine gute Promotion-Plattform für Wetten. Im vergangenen Jahr machte der Sender, der inzwischen zur Medienfirma EM.TV gehört, erstmals seit der Gründung im Jahr 1993 einen Gewinn. 2005 sollen Umsatz und Ergebnis weiter steigen.

<P>Vor Steuern und Zinsen verdiente der Sender im vergangenen Jahr 8,1 Millionen Euro nach einem Verlust von 0,8 Millionen Euro im Jahr zuvor. Auch das Netto-Ergebnis war erstmals positiv. "Darauf sind wir stolz, es wurde aber auch Zeit", sagte Hüther. 2002 hatte das DSF noch ein Minus von 33 Millionen Euro gemacht. Der Umsatz legte im vergangenen Jahr von gut 82 auf rund 107 Millionen Euro zu. Dabei setzt der Sender immer stärker auf Einnahmen außerhalb des klassischen Werbegeschäfts zum Beispiel über Telefonaktionen oder den Verkauf von Merchandising-Artikeln. "Wir wollen aus den Zuschauern Kunden machen", sagte Hüther. Zudem soll es bald ein DSF-Handy geben, die Verhandlungen mit einem Mobilfunkbetreiber sind in der Endphase.<BR><BR>Auf der Programmseite setzt das DSF weiter stark auf den Fußball. Zudem will das DSF zusätzliche Rechte erwerben. Interesse habe man vor allem am UEFA-Cup, allerdings nur an einem Komplettpaket und nicht an einzelnen Spielen.</P>

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