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Dubai kauft sich bei EADS ein

Paris/Dubai - Der lange erwartete Einstieg von Dubai beim Airbus-Bauer EADS ist perfekt. Die Dubai International Capital (DIC) hat am Kapitalmarkt 3,12 Prozent des EADS-Kapitals erworben.

Mehrere Partner hätten sich an dieser "strategischen Transaktion" beteiligt, teilte das Staatsunternehmen mit. Man wolle "eine strategische Beziehung mit dem EADS-Management und den Aktionären", aber keine Rolle in Verwaltungsrat und Management. DIC unterstütze das EADS-Sanierungsprogramm für Airbus, hieß es.

EADS begrüßte den Einstieg. "Das ist eine gute Nachricht", sagte Konzernsprecher Alexander Reinhardt der Deutschen Presse-Agentur dpa. EADS befürworte seit langem eine breite Aktionärsstruktur. DIC sei ein normaler institutioneller Anleger. Auch Analysten bewerteten den Einstieg positiv - er passe in die langfristigen Interessen des Unternehmens.

"DIC hat sich bereits im Luftfahrtsektor positioniert und verfolgt generell eher langfristige Strategien", so ein Londoner Experte mit Blick auf die weiteren Investments von DIC. Gegen 14.25 Uhr stiegen die Titel des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns um 1,00 Prozent auf 24,27 Euro.

Marktkenner interpretieren den Kapitaleinstieg allerdings als Etappe auf dem Weg zu einem größeren Engagement des Emirates Dubai beim europäischen Flugtechnik- und Rüstungskonzern. So hatte die Dubai Aerospace Enterprise (DAE) auf der Pariser Luftfahrtmesse im Juni Interesse an einem Einstieg bei Airbus-Werken durchblicken lassen. Airbus zieht DAE als künftigen strategischen Partner bei der Entwicklung und dem Bau von Verkehrsflugzeugen in Betracht. Dubais Fluggesellschaft Emirates ist mit 47 Bestellungen wichtigster Startkunde für den Super-Airbus A380.

DIC hätte die EADS-Beteiligung gar nicht bekannt machen müssen. Eine Meldepflicht gilt in den Niederlanden, wo die EADS NV (Amsterdam) ihren Sitz hat, erst ab fünf Prozent Anteil. Die Ankündigung wird daher vom Markt als politisches Signal gewertet, dem weitere Schritte folgen könnten.

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