"Dünner Handel": Eurokurs schwächer

- Frankfurt/Main - Der Kurs des Euro ist am Freitag in einem umsatzschwachen Handel deutlich gefallen. Am späten Nachmittag wurde die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,2703 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2797 (Donnerstag: 1,2755) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7814 (0,7840) Euro. Der Rückgang des Eurokurses ist nach Einschätzung von Devisenexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank vor allem auf den "dünnen Handel" vor dem Wochenende zurückzuführen.

In der Eurozone hätten viele Händler sich nach dem Feiertag am Donnerstag auch an dem Brückentag frei genommen. In den USA seien viele Händler vor dem USFeiertag am Montag bereits ins Wochenende gestartet. Viele hätten daher ihre Positionen glattgestellt.

Die am Freitag veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA seien im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, sagte Fritsch. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte waren im April wie erwartet gestiegen. Sie waren um 0,6 Prozent zum Vormonat geklettert. Lediglich die Einkommen der Haushalte erhöhten sich mit 0,5 Prozent etwas schwächer wie erwartet. Hier hatten die Experten einen Anstieg um 0,7 Prozent prognostiziert.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6850 (0,68315) britische Pfund, 143,50 (143,08) japanische Yen und 1,5589 (1,5558) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 642,25 (642,50) Dollar festgesetzt. Der Kilobarren kostete 16 390 (16 590) Euro.

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