Düstere Prognosen für Dezember-Arbeitsmarkt

- Nürnberg - Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt bleibt auch zum Jahresende ernst. Nach Berechnungen von Experten brachte der Dezember saisonbedingt noch einmal einen kräftigen Anstieg der Arbeitslosenzahlen auf 4,43 Millionen. Dies wären rund 175 000 mehr als im November und rund 115 000 mehr als vor einem Jahr.

Aber auch nach Abzug jahreszeitlicher Effekte entspreche dies einem Zuwachs von rund 10 000, sagten Analysten deutscher Großbanken. Die offiziellen Zahlen will die Bundesagentur für Arbeit (BA) am kommenden Dienstag bekannt geben.

"Insgesamt aber zeichnet sich beim Arbeitsmarkt ein Ende der Talfahrt ab", betonte der DZ-Bank-Volkswirt Bernd Weidensteiner. Darauf weise insbesondere der anhaltende Anstieg der geringfügig Beschäftigten in den zurückliegenden Monaten hin. Für die Schaffung regulärer Vollzeitjobs sei die Konjunktur aber derzeit noch zu schwach, betonten andere Fachleute.

Im Jahresdurchschnitt waren nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung rund 4,39 Millionen Menschen arbeitslos; dies wäre ein durchschnittlicher Anstieg von rund 10 000 im Vergleich zum Jahr 2003. Im November waren nach Angaben der BA 4 257 300 Männer und Frauen arbeitslos.

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