Düstere Stimmung im Einzelhandel

- Düsseldorf - Stark schrumpfende Umsätze, Firmenschließungen und Insolvenzen bedrohen 60 000 Arbeitsplätze im deutschen Einzelhandel. Allein in diesem Jahr sollen 30 000 Stellen abgebaut werden, sagte der Präsident des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hermann Franzen.

<P>Unterdessen rutscht die Branche, die derzeit rund 2,7 Millionen Menschen beschäftigt, immer tiefer in die Krise. Bis zum Jahresende würden die Handelsunternehmen mit 367 Milliarden Euro rund 1 Prozent weniger umsetzen als im Vorjahr (minus 2 Prozent), betonte Franzen. Erst für 2004 seien die Perspektiven etwas günstiger. Wenn eine Steuerreform mit einer deutlichen Entlastung für die Verbraucher komme, könne der Einzelhandel wieder ein "kleines Plus" von 1 Prozent schaffen.</P><P>Die längeren Ladenöffnungszeiten am Samstag hätten sich bislang nicht auf Umsätze und Erträge der Handelsunternehmen ausgewirkt. Durch den heißen Sommer und die Ferienzeit brachen die Umsätze im August real mit knapp 5 Prozent ein. Bei Textil und Schuhen schrumpften die Umsätze sogar um gut 12 Prozent.</P><P>Von den längeren Samstagszeiten machte nach der HDE-Umfrage jedes dritte Unternehmen Gebrauch. </P>

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