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Dunkin‘ Donuts streicht die „Donuts“ aus dem Namen und wird in Zukunft nur noch Dunkin‘ heißen.

Schnellrestaurant-Kette mit neuem Konzept

Dunkin‘ Donuts ändert Namen: Gibt es dort bald keine Donuts mehr?

Dunkin‘ Donuts plant eine Namensänderung. Gibt es bei der US-amerikanischen Schnellrestaurant-Kette etwa bald keine Donuts mehr? Wir klären auf.

Canton - Gibt es bald keine Donuts mehr bei Dunkin‘ Donuts? Die amerikanische Kaffeehaus-Kette streicht das Wort „Donuts“ aus seinem Namen - zukünftig wird das Franchise nur noch Dunkin‘ heißen. Was das für Donut-Liebhaber bedeutet, haben wir für sie zusammengefasst.

Dunkin‘ Donuts: Seit 68 Jahren werden hier Donuts serviert

Die erste Filiale von Dunkin‘ Donuts wurde 1948 von William Rosenberg in Massachusetts eröffnet - damals noch unter dem Namen „Open Kettle“. Zwei Jahre später wurde der Name schließlich in Dunkin‘ Donuts geändert. Wegen des Erfolgs wurde das Unternehmen bereits ab 1955 als Franchise geführt.

Die Kette expandierte weltweit - nach Angaben des Unternehmens gibt es heutzutage rund 12.600 Filialen in insgesamt 46 Ländern. Das erste Dunkin-Donuts-Filiale in Quincy, Massachusetts, existiert heute noch immer an der selben Adresse.

Wird bald nur noch Dunkin‘ heißen: Die Kette Dunkin‘ Donuts streicht die Donuts aus seinem Namen.

Dunkin‘ Donuts hat zusammen mit der konkurrierenden Kette Mister Donut, die vor allem in Asien aktiv ist, maßgeblich dazu beigetragen, dass das Wort „Donut“ in die Alltagssprache übernommen wurde. Es ist eine vereinfachte Version des englischen Begriffs „Doughnut“. Warum William Rosenberg die neue Schreibweise benutzte, kann nicht mehr genau nachvollzogen werden. Heutzutage sind beide Schreibweisen akzeptiert.

Dunkin‘ Donuts: So viele Filialen gibt es in Deutschland

Die Schnellrestaurant-Kette Dunkin‘ Donuts eröffnete im Jahr 1999 den ersten deutschen Laden in Berlin. Inzwischen ist der Hauptsitz der Franchise in Frankfurt am Main. Es gibt in Deutschland 58 Dunkin-Donuts-Filialen in verschiedenen Städten und Regionen, die meisten davon in und um Berlin.

Im Jahr 2017 meldete Dunkin‘ Donuts in Deutschland Insolvenz an. Grund dafür war vor allem die Einführung des Mindestlohns. Außerdem ging nach Angaben des Unternehmens wegen der Expansion des Fernbusverkehrs die Laufkundschaft in Bahnhöfen zurück, wo sich die meisten Filialen befinden. Um der Marke neues Leben einzuhauchen, soll jetzt ein Rebranding durchgeführt werden, in Folge dessen der Name von Dunkin‘ Donuts in Dunkin‘ geändert wird.

Neuer Name und neues Konzept: Das ändert sich bei Dunkin‘ Donuts

Neben der Namensänderung von Dunkin‘ Donuts zu Dunkin‘ soll das ganze Ladenkonzept der Kette voraussichtlich ab Januar 2019 modernisiert werden. In einigen US-Filialen der Kette wurde dies bereits getestet. Außerdem wurde schon in den letzten Jahren verstärkt der Fokus darauf gelegt, neben Donuts und Kaffee auch andere Heiß- und Kaltgetränke anzubieten. Auch mit neuen Donut-Formen und Backwaren wurde experimentiert.

Dunkin‘ Donuts soll außerdem an das digitale Zeitalter angepasst werden. So sollen Kunden im Vorfeld per App bestellen und ihre Bestellungen dann an speziellen Tresen abholen können, ohne sich in die Schlange einreihen zu müssen. Dafür gibt es in einigen Filialen in Zukunft sogar ein Drive-In, damit die Aushändigung der Bestellungen noch schneller geht. Damit die angebotenen Getränke zügiger ausgeschenkt werden können, gibt es zudem für jedes Getränk einen eigenen Zapfhahn. Das System ähnelt dem Ausschank von Drinks in einer Bar.

Ob die technischen Neuerungen bei Dunkin‘ Donuts, insbesondere die Bestellung per App, auch in Deutschland eingeführt werden, ist noch nicht bekannt. Die erweiterte Produktpalette an Heiß- und Kaltegtränken wird allerdings auch in den deutschen Filialen geben.

Gleich bleibt dahingegen das Logo von Dunkin‘ Donuts. Die signifikante Schrift und pink und orange als Grundfarben bleiben also erhalten. 

Dunkin‘ Donuts wird zu Dunkin‘: Gibt es in der Schnellrestaurant-Kette bald keine Donuts mehr?

Obwohl die Kaffeehaus-Kette Dunkin‘ Donuts das Wort „Donuts“ aus seinem Namen streicht und nur noch Dunkin‘ heißen wird, gibt es dort auch weiterhin Donuts. Donut-Fans können also aufatmen.

Die Auswahl hat das Unternehmen allerdings überarbeitet. In Zukunft gibt es statt über 30 Geschmackssorten nur noch 18. Das soll zur Vereinheitlichung des Angebots beitragen. Donuts werden also auch nach der Namensänderung der Fokus der Kaffeehaus-Kette sein.

Von Michaela Schaal

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