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Bei den Tarifverhandlungen Metall- und Elektroindustrie wurde am Freitag ein Durchbruch erreicht.

Abschluss für Bezirk Nordrhein-Westfalen

Durchbruch bei Metalltarifverhandlungen erreicht

Köln - Der Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie ist beigelegt. Arbeitgeber und IG Metall in Nordrhein-Westfalen einigten sich am frühen Freitagmorgen in Köln auf einen neuen Tarifvertrag.

Details der Abmachung wurden zunächst nicht bekannt; sie sollen auf einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz bekannt gegeben werden. Die Vereinbarung werde von allen Tarifbezirken übernommen, sagte ein Sprecher des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall. In dem größten deutschen Wirtschaftszweig arbeiten 3,8 Millionen Menschen.

Mit der nun erzielten Einigung haben die Tarifparteien eine Eskalation des Tarifkonflikts verhindert. Die IG Metall hatte bereits eine Ausweitung des Arbeitskampfes in der Woche nach Pfingsten angekündigt, falls es bei den Verhandlungen in Köln zu keiner Annäherung kommen sollte. Dabei wollte sie erstmals auch zu Tagesstreiks aufrufen.

Vor Beginn der Verhandlungen vor weiterer Eskalation gewarnt 

Vor Beginn der Verhandlungen am Donnerstagmittag hatten die Verhandlungsführer beider Seiten, Knut Giesler für die IG Metall und Arndt Kirchhoff vom Arbeitgeberverband Metall NRW, konstruktive und ernsthafte Verhandlungen angekündigt. „Wenn sie sich nicht bewegen, tragen sie die Verantwortung für eine weitere Eskalation nach Pfingsten“, hatte Giesler zuvor mit Blick die Arbeitgeber auf einer Kundgebung gesagt.

Begleitet wurden die Gespräche am Donnerstag erneut von Warnstreiks und Kundgebungen zehntausender Beschäftigter der Branche. Die Friedenspflicht war Ende April abgelaufen.

Ursprünglich hatte die IG Metall 5 Prozent mehr Geld innerhalb einer einjährigen Laufzeit gefordert. Die Arbeitgeber boten zunächst für 24 Monate Entgelterhöhungen in zwei Stufen, die sich auf 2,1 Prozent summieren, plus einer Einmalzulage von 0,3 Prozent geben. Außerdem haben die Arbeitgeber Sonderregelungen für wirtschaftlich schwache Betriebe vorgeschlagen.

Die Tarife für Deutschlands wichtigsten Industriezweig werden regelmäßig zunächst regional verhandelt. Im Laufe der Gespräche kristallisiert sich dann ein Pilotbezirk heraus, dessen Abschluss auf die anderen Tarifgebiete übertragen wird. In dieser Tarifrunde übernahm Nordrhein-Westfalen die Pilotverhandlungen. Zuletzt war in diesem Tarifbezirk im Jahr 2010 ein Pilotabschluss erzielt worden.

dpa/AFP

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