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Bei dem Kabel- und Bordnetzhersteller Leoni in Nürnberg gab es Hausdurchsuchungen. 

Durchsuchungen bei Autozulieferer Leoni

Nürnberg - Im Verdacht um einen Kartellverstoß sind auch Standorte des Nürnberger Autozulieferers Leoni durchsucht worden. Der Firma wird vorgeworfen, Preise abgesprochen zu haben.

“In diesem Zusammenhang finden auch bei uns in der Leoni- Gruppe Ermittlungen statt“, sagte Unternehmenssprecher Sven Schmidt am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Durchsuchungen habe es an zwei Standorten des Bereichs Bordnetzsysteme gegeben. Zu Details wollte sich der Sprecher mit Hinweis auf die laufende Untersuchung nicht äußern.

Die EU-Wettbewerbshüter verdächtigen mehrere Autozulieferer in Europa der illegalen Preisabsprache. Sie sollen Preise für Kabelbäume - das Herstück eines jeden Autos, das den Bordcomputer mit seinen Komponenten verbindet - abgesprochen haben.

“Wir kooperieren voll umfänglich mit den Kommissionsvertretern. Auch uns ist daran gelegen, den Sachverhalt aufzuklären“, erläuterte Schmidt. Wann die Durchsuchungen genau stattgefunden haben und an welchen Standorten des weltweit tätigen Unternehmens war nicht zu erfahren.

Im Bereich Bordnetzsysteme beschäftigt Leoni nach eigenen Angaben etwa 43 000 Mitarbeiter. Insgesamt sind in 36 Ländern für den Anbieter von Drähten, optischen Fasern und Kabelsystemen rund 48 000 Menschen tätig. In Europa belegt Leoni unter den Herstellern nach eigenen Angaben im Bereich Bordnetzsysteme den ersten, weltweit den vierten Rang.

dpa

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