Durchsuchungen bei ehemaligen MAN -Töchtern

München - Der Schmiergeldskandal beim Lastwagen- und Maschinenbaukonzern MAN weitet sich aus.

Die Staatsanwaltschaft München ließ am Mittwoch Niederlassungen beim Anlagenbauer Ferrostaal in Essen, Geisenheim, Hamburg, Cuxhaven und anderen Städten durchsuchen. Drei Beschuldigte seien verhaftet worden, sagte Staatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch. Die Durchsuchungen dauerten am Nachmittag noch an, und möglicherweise gebe es noch weitere Verhaftungen, sagte der Ermittler.

Die Razzia stehe im Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen. Bisher hatten sich die Vorwürfe auf die Nutzfahrzeug-Sparte des Konzerns beschränkt. Dort habe “ein System zur Förderung des Absatzes von Lkw und Bussen“ im In- und Ausland existiert.

Rund 15 Millionen Euro Schmiergeld sollen geflossen sein. MAN-Verkäufer hätten den Einkäufern von Kundenfirmen sogenannte Provisionen gezahlt, damit sie von MAN Lastwagen und Busse kauften, hatte die Staatsanwaltschaft nach einer Serie von Durchsuchungen im Mai mitgeteilt. Auch gegen Vertriebsvorstand Peter Erichreineke wurde ermittelt. MAN hat seine Anlagenbau-Tochter Ferrostaal inzwischen nach Abu Dhabi verkauft.

ap/dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Streik in der Kabine: Ryanair streicht nächste Woche 600 Flüge - viele Ferienziele betroffen
Bei Ryanair spitzt sich der Konflikt mit dem fliegenden Personal zu. Jetzt streiken die Flugbegleiter. 
Streik in der Kabine: Ryanair streicht nächste Woche 600 Flüge - viele Ferienziele betroffen
Ryanair sagt für kommende Woche 600 Flüge ab
Bei Ryanair spitzt sich der Konflikt mit dem fliegenden Personal zu. Nach den irischen Piloten streiken nun die Flugbegleiter in mehreren europäischen Ländern. Die …
Ryanair sagt für kommende Woche 600 Flüge ab
Deutscher Aktienmarkt bleibt im Aufwind
Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben auch zur Wochenmitte ihren Optimismus beibehalten. Der Leitindex Dax baute die Gewinne vom Vortag aus …
Deutscher Aktienmarkt bleibt im Aufwind
Continental spaltet Antriebssparte ab
Viele Zulieferer und Autobauer sind sich unsicher, was die Zukunft bringt. Manche spalten sich in einen chancenreichen und einen weniger zukunftsträchtigen Teil auf. …
Continental spaltet Antriebssparte ab

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.