Durchsuchungen wegen Daimler-Affäre

- München/Stuttgart - In der Betrugsaffäre bei Daimler-Chrysler sind bundesweit mehrere Wohnungen und Gewerberäume, meist von ehemaligen Mitarbeitern, durchsucht worden. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart teilte mit, dass in Berlin und München zahlreiche Unterlagen sichergestellt worden seien.

<P class=MsoNormal>Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen elf Personen, die meisten davon Daimler-Chrysler-Mitarbeiter, wegen des Verdachts der Untreue und teilweise auch wegen Bestechlichkeit. In diesem Zusammenhang sind mehrere teilweise ranghohe Mitarbeiter aus dem Vertrieb und der Bauabteilung des Konzerns ihrer Posten enthoben worden.</P><P class=MsoNormal>Eine Sprecherin des Autokonzerns erklärte, es seien weder die Zentrale des Konzerns in Stuttgart noch die Vertriebszentrale in Berlin durchsucht worden. Nach ihrem Wissen seien auch keine Niederlassungen von den Ermittlungsaktionen betroffen gewesen. Zwei Niederlassungsleiter in Hamburg und Leipzig haben ihren Hut nehmen müssen, eine Werks-Niederlassung in Baden-Württemberg soll nach Medienberichten noch im Visier der Konzernrevision stehen.</P><P class=MsoNormal>Die Staatsanwaltschaft präzisierte erstmals die Vorwürfe gegen die Verdächtigen: So werde gegen die ehemaligen Konzernmitarbeiter im Zusammenhang mit Bauarbeiten an Privathäusern in den Jahren 2001 bis 2003 und teilweise auch wegen der Entgegennahme von Sachzuwendungen seitens eines Geschäftspartners von Daimler-Chrysler in den Jahren 2000 bis 2002 ermittelt. Dieser Partner stehe im Verdacht der "Bestechung im geschäftlichen Verkehr".</P><P class=MsoNormal>Bei den Geschäften soll es teilweise um so genannte Graumarktgeschäfte gehen, bei denen Fahrzeuge an den offiziellen Vertriebswegen vorbei in den Markt gebracht werden. Die Ex-Konzernmitarbeiter sollen dafür Leistungen erhalten haben. Der ehemalige Deutschland-Vertriebschef soll aber auch Mitarbeiter für Arbeiten an einem Privathaus auf Mallorca eingesetzt haben.</P><P class=MsoNormal>Mercedes-Chef Eckhard Cordes kündigte ein hartes Vorgehen gegen Mitarbeiter an, die in die eigene Tasche gewirtschaftet haben. "Wo Fehler erkannt werden, handeln wir hart und kompromisslos", sagte er dem "Manager Magazin".</P>

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