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Thomas Lindemann, Leiter der DZ PRIVATBANK-Niederlassung München, sagt: „Wir haben vor den Turbulenzen in diesem Herbst schon frühzeitig Aktieninvestments zurückgefahren.“

DZ Privatbank

Gemeinsame Werte verbinden

Der Münchner Markt der Privatbanken spiegelt die volle Bandbreite der Angebote. Eine besondere Rolle hat die DZ PRIVATBANK übernommen: Sie ist im genossenschaftlichen Sektor verankert.

Volks- und Privatbank – ein Gegensatz? Was auf den ersten Blick nach zwei getrennten Welten aussehen mag, zeigt tatsächlich Gemeinsamkeiten, etwa in einer bodenständigen, wertebasierten Grundhaltung, zum Beispiel in der Geldanlage. Man ist vorsichtig, meidet Risiken. „Wir haben vor den Turbulenzen in diesem Herbst schon frühzeitig Aktieninvestments zurückgefahren“, sagt Thomas Lindemann, Leiter der DZ PRIVATBANK-Niederlassung München.

Genossenschaftsinstitute und die Privatbank arbeiten zudem eng zusammen. Die Vermögensspezialisten unterstützen die Berater der Volks- und Raiffeisenbanken ganzheitlich bei der Anlagestrategie, im Stiftungsmanagement oder im Rahmen einer professionellen Finanzplanung bei allen Fragen rund um Vermögen und Nachfolge. „Wir arbeiten in Bayern mit unseren beiden Niederlassungen in Nürnberg und in München mit mehr als 200 Genossenschaftsbanken aktiv zusammen“, erklärt Lindemann.

Viele Kunden im Genossenschaftssektor sind gleichzeitig Mitglied ihrer Genossenschaftsbank, was die traditionell langfristigen Kundenbeziehungen zusätzlich stützt. Die enge Kundenbindung in Verbindung mit eher konservativen Marktaktivitäten zahlten sich insbesondere nach der großen Krise 2008 aus. Die Kunden suchten noch stärker Orientierung und Vertrauen. „Die Genossenschaftsbanken und wir als DZ PRIVATBANK, wurden verstärkt als verlässlicher Partner in der Öffentlichkeit wahrgenommen und haben dadurch neue Kunden gewonnen“, sagt Lindemann.

Die Zusammenarbeit im Verbund komme bei den Kunden sehr gut an, weiß der Niederlassungsleiter der Privatbank. Das Haus findet neue Interessenten aber auch über andere Kanäle, zum Beispiel per Empfehlung oder in Kooperation mit anderen Verbundpartnern. Anlegern biete sein Haus mit der speziellen Expertise in der Vermögensverwaltung einen Mehrwert, der ab einem Volumen von 500 000 Euro erkennbar werde, sagt Lindemann. „Advisory Beratung“, eine individuelle Vermögensberatung, bietet die Bank Kunden mit höheren Volumina und komplexeren Beratungsbedarfen ebenfalls an.

Als besonderes Angebot der DZ PRIVATBANK können Kunden ihre Vermögensanlagen auch an den Standorten in Zürich, Luxemburg oder Singapur führen. „Damit ist ein direkter Marktzugang zu internationalen Finanzplätzen möglich, der bestimmte Vorteile bietet“, betont Lindemann.

Neukunden wollen die Anlagespezialisten erst einmal kennenlernen, bevor sie ihnen Anlageprodukte empfehlen. Dabei könne auch herauskommen, dass andere Themen vor der Geldanlage stehen, erläutert der Niederlassungsleiter, dass sich der Kunde vielleicht zunächst über das Testament oder Fragen der Nachfolge Gedanken machen sollte. „Wenn solche Themen geklärt sind, kann man gezielter über die Vermögensanlage und -strukturierungen sprechen“, ist Lindemann überzeugt.

Bei der Anlage selbst verfolgt die Privatbank eine risikoadjustierte benchmarkfreie Strategie. Zum Einsatz kommen alle Assetklassen von Renten über Einzelaktien, Währungsanlagen oder Alternativen Investments, zum Beispiel Immobilien und Rohstoffe. Ziel sei eine sicherheitsorientierte Anlage, die der individuellen Risikoneigung der Kunden entspricht, sagt der Direktor: „Lieber etwas weniger Rendite, dafür nach unten abgesichert.“ Andererseits wollen sich Anleger im aktuellen Umfeld von manch einer gewohnten Sicherheitsvorstellung verabschieden.„Je niedriger die Zinsen notieren, desto offener werden sie für neue Lösungen. Uns ist dabei wichtig, dass die Kunden dennoch ihre Risikotragfähigkeit nicht überschätzen“, sagt Lindemann.

Hauseigene Produkte spielen keine Rolle, „wir haben auch keine Kooperationsvereinbarungen mit Fondsgesellschaften“, versichert Lindemann. „Auch bei den Gebühren ist uns Transparenz extrem wichtig.“ Es gibt keine Ausgabeaufschläge. Dafür zahlen die Kunden entweder eine All-in-Fee, also eine Gebühr, die alle Leistungen pauschal abdeckt, oder transaktionsbasierte Gebühren. „Der Kunde kann das Gebührenmodell jederzeit ändern“, betont der Niederlassungsleiter.

Die Nähe der DZ PRIVATBANK zu den Volks- und Raiffeisenbanken ist zwar gegenüber vielen Wettbewerbern ein zusätzliches Plus, dennoch muss sich die Bank dem Wettbewerb stellen. Und der sei im Markt München sehr intensiv, spürt Lindemann. Es zieht eben viele Anbieter in die Region, die wirtschaftlich gut dasteht. Da müssen die Banken auch um gute Mitarbeiter buhlen. Sein Haus sieht der Niederlassungsleiter gut aufgestellt: „Vor allem ist uns dabei wichtig, dass unsere Mitarbeiter zu uns und zur Philosophie der genossenschaftlichen Finanzgruppe passen.“

Von Jürgen Grosche

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