1. Startseite
  2. Wirtschaft

E-Autos laden wird immer teurer: Diese Anbieter ziehen bei den Preisen besonders an

Erstellt:

Von: Patricia Huber

Kommentare

Ein Elektroauto lädt an einer Stromtankstelle.
Das Laden von Elektroautos wird immer teurer. © Christoph Hardt/Imago Images

Strom wird immer teurer – das bemerken nun auch die E-Auto-Fahrer. Nahezu jeder Stromanbieter verlangt mehr fürs Laden als noch vor einem Jahr.

München - Ein E-Auto-Kauf sollte gut überlegt sein. Wer nicht die Möglichkeit hat, den Wagen zu Hause zu laden, sollte eine Anschaffung womöglich überdenken. Denn die Strompreise steigen – und das lassen nun auch die Lade-Anbieter ihre Kunden spüren.

E-Auto: So viel kostet das Aufladen an öffentlichen Ladesäulen

Beim Aufladen an öffentlichen Säulen muss immer zwischen dem langsameren Wechselstrom und dem im Normalfall schnelleren Gleichstrom unterschieden werden. Das zügigere Laden mit Gleichstrom kostet meist mehr Cent pro Kilowattstunde.

Im Laufe der vergangenen Monate haben die ersten Anbieter ihre Preise bereits erhöht, wie das Handelsblatt berichtet. Den Anfang machte EnBW bereits im Juni 2021 mit einer Preissteigerung von zwölf Prozent. Im Dezember zog dann still und heimlich Tesla nach und erhöhte die Strompreise um 13 Prozent. Und nun folgen auch die meisten anderen Anbieter. Im Februar erhöhten Maingau Energie um neun und Lichtblick um 21 Prozent. Der italienische Anbieter Enel verlang ab März acht Prozent mehr und EWE Go ab April neun Prozent. Den größten Preissprung machen die Stadtwerke München mit einer satten Preiserhöhung von 82 Prozent.

Aber wie viel muss man schließlich zahlen, um sein E-Auto vollzuladen? Das ist von der Kapazität des Akkus abhängig. Den VW* ID 3 gibt es beispielsweise mit 58 Kilowattstunden. Möchte man 30 Kilowattstunden laden, so zahlt man nach den neuen Preisen zwischen 13,50 Euro und 25,50 Euro. Häufig kann man jedoch auch etwas günstiger Strom tanken, sofern man bei dem Anbieter eine monatliche Grundgebühr zahlt. Wer also häufig auf öffentliches Laden angewiesen ist, sollte diese Option nutzen.

Steigende Strompreise: Lohnt sich der E-Auto-Kauf überhaupt noch?

Aber lohnt es sich bei diesen steigenden Preisen dann überhaupt noch, auf E-Mobilität zu setzen? Nun ja, nicht nur die Strompreise sind in den vergangenen Monaten in die Höhe geschossen. Auch die Preise für Benzin und Diesel erreichen immer wieder Rekordniveau. Der Ukraine-Konflikt* treibt diese jetzt sogar noch weiter in die Höhe. Außerdem möchte die Ampel-Koalition klimaschädliche Subventionen abschaffen. Darunter würde wohl auch die geringere Besteuerung von Diesel fallen.

Währenddessen ist zumindest bei den Stromkosten eine Erleichterung in Sicht. Denn ab dem 1. Juli soll die sogenannte EEG-Umlage entfallen, um Verbraucher zu entlasten. Somit dürfte der Haushaltsstrom für Endkunden dann 3,723 Cent pro Kilowattstunde günstiger werden. (ph) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare