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Kein perfektes Ergebnis, aber solide Leistungen: Wer E-Mails nutzt, kann mit Gratis-Diensten auskommen.

E-Mail-Adressen: Gratis-Postfächer setzen sich durch

Was gibt es schon kostenlos? E-Mail-Adressen. Eine Schar von Anbietern stellt gebührenfreie Postfächer im Internet zur Verfügung – und das teils mit ordentlicher Leistung, wie eine Untersuchung gezeigt hat.

Es klingt nicht nach Euphorie, was die Experten der Stiftung Warentest aus ihrer Untersuchung von 18 Angeboten von E-Mail-Diensten schließen: „Ein perfektes Ergebnis liefert keiner“, heißt es in der Zeitschrift „test“ (Ausgabe 7/2009), aber die besten kostenlosen Offerten seien „immerhin funktional und sicher“. Und damit haben die gebührenpflichtigen Dienste nur noch wenige Argumente für sich.

Am besten haben laut Stiftung Warentest die kostenlosen Anbieter Google Mail und Arcor Pia Basic abgeschnitten. Zwar erhielten auch sie nur die Note befriedigend, aber die wichtigsten Funktionen passten. Sie seien die bessere Wahl als Bezahldienste wie GMX TopMail. Klarer Verlierer der Untersuchung sei der vergleichsweise kleine Anbieter 1email.eu. „Viele Probleme, schlechte Leistung“ zählt „test“ auf.

Doch auch andere Anbieter offenbarten teils eklatante Schwächen.

Virenschutz: Die Anbieter versprechen in der Regel, dass Viren-verseuchte Mails aussortiert werden. Doch im Test habe das bei T-Online eMail Basic nicht zuverlässig funktioniert. Ein solcher Fauxpas sei sonst nur noch 1email.eu unterlaufen.

Werbung: Ohne Werbung geht es nicht bei kostenlosen E-Mail-Anbietern. Irgendwie müssen sie sich schließlich auch finanzieren. Doch selbst kostenpflichtige Dienste muten ihren Kunden teils reichlich Werbung zu. Bei directBox wird der Kunde nach dem Abmelden direkt auf die Seite eines Internetauktionshauses geschickt. Und Google durchleuchtet die eingehenden Mails elektronisch, um werberelevante Reizworte zu entdecken. 

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