EADS: Noch keine Entscheidung über Werksverkäufe

München - Die Gespräche beim europäischen Flugzeugbau- und Rüstungskonzern EADS über die geplanten Werksverkäufe dauern nach Unternehmensangaben an. "Es gibt derzeit noch keine Entscheidung", sagte ein EADS-Sprecher am Montag in München. Damit reagierte er auch auch auf Spekulationen um ein für den 18. September geplantes Airbus-Investorentreffen.

Ein Regierungssprecher hatte am Samstag bestätigt, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu dem Treffen eingeladen habe. Dabei solle es um die Restrukturierung der krisengeschüttelten EADS-Flugzeugtochter Airbus gehen. Das Nachrichtenmagazin "Focus" hatte berichtet, bei dem Treffen stehe der geplante Verkauf mehrerer Standorte im Mittelpunkt.

Dazu wollte sich der EADS-Sprecher nicht äußern. Man habe stets betont, dass die Gespräche darüber voraussichtlich bis Ende September dauern und man über Entscheidungen dann kommunizieren werde, sagte er. Konkret geht es um die Airbus-Werke in Varel und Nordenham (beide Niedersachsen) sowie im baden-württembergischen Laupheim. Möglicherweise kommt auch das EADS-Werk in Augsburg auf die Verkaufsliste. Die Werksverkäufe sind Teil des Sparprogramms "Power8", mit dem EADS die Probleme bei Airbus in den Griff bekommen möchte.

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