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Am Dienstag gibt EADS bei der Bilanz-Pressekonferenz in München die Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt. (Archivbild vom 04.03.2008)

Belastungen durch A400M und Wirtschaftskrise

EADS rechnet 2009 mit weniger Gewinn

Oberschleißheim - Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS stellt sich nach einem Zwischenhoch im vergangenen Jahr 2009 bereits wieder auf Turbulenzen ein. Schwierigkeiten machen vor allem die erneuten Verzögerungen beim Militärtransporter A400M, wie das Unternehmen am Dienstag in Oberschleißheim bei München mitteilte.

Hinzu kommen steigende Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, sinkende Preise am Markt, steigende Kosten und nicht zuletzt die Wirtschaftskrise. Für 2008 wies der Konzern aber noch gute Umsatz- und Gewinnzahlen aus.

Die Verspätungen beim A400M könnten 2009 zu hohen Sonderaufwendungen führen, hieß es weiter. Theoretisch hätten die Auftraggeber nun das Recht, den Vertrag zu kündigen. Dann wäre die Rückzahlung der bisher geleisteten Anzahlungen in Höhe von rund 5,7 Milliarden Euro fällig. Dieses Szenario sei aber unwahrscheinlich, betonte EADS. Zunächst werde mit den Kunden über den Zeitplan gesprochen. Das operative Ergebnis vor Einmaleffekten werde 2009 daher wahrscheinlich niedriger ausfallen als 2008.

Airbus kämpft bereits seit längerem mit Schwierigkeiten bei der Produktion des neuen Transportflugzeugs. Unter anderem gibt es Probleme mit der Software zur Triebwerksteuerung. Ende des dritten Quartals hatte das Unternehmen für Verspätungen bei dem Militärtransporter bereits gut 1,75 Milliarden Euro zur Seite gelegt. Die Auslieferung der Maschine klappt voraussichtlich nicht vor 2012. Geplant war ursprünglich Ende 2009.

Das vergangene Jahr lief allerdings noch gut für EADS. Nach einem Verlust von 446 Millionen Euro wurde wieder ein Gewinn von fast 1,6 Milliarden Euro eingefahren. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Unternehmenswerte und außerordentlichen Posten, bei EADS als EBIT definiert, erreichte 2,8 Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte um 11 Prozent auf 43,3 Milliarden Euro.

Nach unten zeigte allerdings der Auftragseingang. Er sank im Vergleich zum Vorjahr von knapp 137 auf 99 Milliarden Euro. Dafür bleibt dem Konzern ein dickes Auftragspolster. Mit zuletzt rund 400 Milliarden Euro war es so dick wie noch nie in der Unternehmensgeschichte. Die EADS-Aktie reagierte mit einem deutlichen Kursplus auf die Nachrichten. Zu Handelsbeginn legte das Papier um 2,94 Prozent auf 10,945 Euro zu.

dpa

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