EADS rutscht in die roten Zahlen

- München - Der europäische Rüstungs- und Raumfahrtkonzern EADS ist in den ersten neun Monaten durch hohe Forschungsaufwendungen und Abschreibungen in die roten Zahlen gerutscht. Nach Firmenwertabschreibungen und Einmaleffekten entstand ein Nettoverlust von 124 Mio. Euro nach einem Gewinn von 23 Mio. Euro im Vorjahr, teilte der Mutterkonzern des Flugzeugbauers Airbus in München mit.

<P>"Die Ergebnisse der EADS in den ersten neun Monaten 2003 entsprechen unseren Erwartungen", sagten die EADS-Co-Chefs Rainer Hertrich und Philippe Camus. Das Unternehmen setzt nun auf ein starkes viertes Quartal und bekräftigte seine Jahresprognose. Vor Zinsen, Steuern, Firmenwertabschreibungen und Einmaleffekten erwartet EADS im Gesamtjahr ein Ergebnis von 1,4 Mrd. bei einem Umsatz von rund 30 Mrd. Euro. In den ersten neun Monaten ging das Ergebnis auf dieser Basis auf 784 Mio. Euro zurück. Auch der Umsatz sank um 1,5 Mrd. auf 18,5 Mrd. Euro.<BR><BR>Deutliche Fortschritte verzeichnete das Unternehmen beim Auftragseingang, der sich mit 49,5 Milliarden Euro mehr als verdoppelt hat, hieß es. Rund die Hälfte der Orders kämen aus dem Verteidigungsbereich, der mittelfristig einen Umsatzanteil von 30 Prozent haben soll. Zusätzliche Impulse erwarten die EADS-Chefs vom Flugzeugbauer Airbus: "Die EADS wird sich mit dem A380-Programm mittelfristig zu einem Unternehmen mit 40 Milliarden Euro Umsatz entwickeln.<BR></P>

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