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EADS hat im dritten Quartal schwarze Zahlen geschrieben.

EADS mit soliden Zahlen im dritten Quartal - A400M bleibt Sorgenkind

Paris/München - Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat im dritten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. Positiv wirkten sich dabei unter anderem der günstigere Dollarkurs und Kostensenkungen aus.

Unterm Strich verdiente der Konzern zwischen Juli und Ende September 679 Millionen Euro nach einem Verlust von 711 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz kletterte um sechs Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Probleme macht aber weiter der Militärtransporter A400M. Hier kämpft EADS immer noch mit Verspätungen in der Entwicklung und Mehrkosten. Hinzu kommen mögliche Ausfälle bei den Bestellungen wegen der Finanzkrise und der sich abschwächenden Konjunktur.

“Das A400M-Programm steht weiter unter Druck“, teilte EADS am Freitag mit. Sorgen mache nach wie vor der Antrieb. Dadurch könne sich der Zeitplan für den Flieger weiter verzögern. Auch die Kosten steigen weiter. Bislang hatte EADS 1,4 Milliarden Euro für mögliche Mehrausgaben wegen Verzögerungen bei der Entwicklung zur Seite gelegt. Im dritten Quartal wurde dieser Betrag nochmals um 341 Millionen Euro aufgestockt.

Ende September war der Erstflug des A400M, der nach bisheriger Planung noch vor Ende des Jahres 2008 stattfinden sollte, verschoben worden. Wann die Propellermaschine nun das erste Mal abhebt, ist ebenso ungewiss wie der Termin der Auslieferung an die Kunden. Ursprünglich sollte die erste Maschine im Oktober 2009 an die französischen Streitkräfte gehen. Dieser Termin ist bereits um sechs Monate verschoben worden - mit Risiko einer Verzögerung um weitere sechs Monate. Die Bundeswehr muss bis 2011 auf ihre erste A400M warten.

Wegen der Probleme beim A400M könnten sogar die Gewinnziele des gesamten Konzerns für dieses Jahr ins Wanken geraten. Zwar hob das Management die Prognose für den Gewinn vor Zinsen, Steuern, Firmenwertabschreibungen und außerordentlichen Posten - bei EADS als EBIT bezeichnet - leicht auf mehr als 1,8 Milliarden Euro an, weitere Belastungen durch das A400M-Programm waren darin aber ausdrücklich nicht enthalten. Der Umsatz soll 2008 bei mehr als 40 Milliarden Euro liegen.

In den ersten neun Monaten kletterte das EBIT von EADS von minus 353 Millionen auf plus 2,02 Milliarden Euro. Der Umsatz legte um sieben Prozent auf 29,4 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 1,08 Milliarden Euro nach einem Verlust von 705 Millionen Euro ein Jahr zuvor. 2007 hatte der Konzern mit einer ganzen Reihe von Problemen und Sonderfaktoren zu kämpfen, die das Ergebnis ins Minus gedrückt hatten. Neben den Verspätungen beim A400M waren dies Aufwendungen für den neuen Langstreckenflieger A350XWB und das Sanierungsprogramm “Power8“.

Die größte Konzerntochter Airbus steigerte ihre Erlöse in den ersten drei Quartalen um drei Prozent auf 19,4 Milliarden Euro. Das EBIT des Flugzeugbauers kletterte von minus 677 Millionen auf 1,5 Milliarden Euro. EADS warnte aber vor möglichen Folgen der Wirtschaftskrise in den kommenden Monaten. “Angesichts der Erwartung eines zurückgehenden Luftverkehrs und schwierigerer Refinanzierungen wird sich das zivile Flugzeuggeschäft voraussichtlich abschwächen, verbunden mit dem Risiko von Aufschüben oder gar Abbestellungen“, hieß es.

Gut sah es auch beim Hubschrauberhersteller Eurocopter, in der Weltraumsparte Astrium und im Rüstungsbereich aus. Hier kletterten Erlöse und operatives Ergebnis in den ersten neun Monaten. Allerdings zeigte der Auftragseingang in allen drei Bereichen nach unten

dpa

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