EADS stellt Ausbau der Ariane ein

- Hamburg - Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS will die Entwicklung einer größeren Variante seiner Ariane-Rakete stoppen. "Eine Zwölf-Tonnen-Version brauchen wir derzeit nicht. Es fehlt dafür der Markt", sagte Josef Kind, Präsident der für den Ariane-Bau verantwortlichen EADS Space Transportation, der "Financial Times Deutschland". "Wir sollten das Vorhaben auf Eis legen." Ursprünglich hatte der Konzern geplant, eine Ariane mit zwölf statt wie derzeit zehn Tonnen Nutzlast zu bauen.

<P class=MsoNormal>Statt der Zwölf-Tonnen-Ariane plane EADS nun, einen möglichen Nachfolger der Rakete praxisnah zu testen. Im Gespräch seien unbemannte Raumgleiter, die zwischen 2015 und 2020 einsatzbereit sein könnten.</P><P class=MsoNormal>Kind hofft auf eine Entscheidung der für die Europäische Weltraumbehörde ESA zuständigen Minister bei ihrem nächsten Treffen im Dezember. Die 15 ESA-Staaten könnten dann ein Programm für fliegende Testversionen des Raumgleiters beschließen.</P><P class=MsoNormal>Ein solches Projekt koste pro Jahr 200 bis 250 Millionen Euro und könne insgesamt 1500 Arbeitsplätze sichern. "Ich sehe hierfür auch die Unterstützung der Bundesrepublik", sagte Josef Kind.</P>

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