eBay-Chefin Meg Whitman plant den Rückzug

New York - Die Chefin des führenden Online-Auktionshauses eBay, Meg Whitman, bereitet laut einem Zeitungsbericht ihren Rücktritt vor. Eine Entscheidung könne in den nächsten Wochen fallen, schrieb das "Wall Street Journal" am Dienstag unter Berufung auf unterrichtete Personen.

Als wahrscheinlichster Nachfolger gelte John Donahoe, der seit 2005 das Auktionsgeschäft führt. Die 51-jährige Whitman führt eBay seit fast zehn Jahren und zählt damit zu den Veteranen der Internet-Wirtschaft. Sie habe den Zeitpunkt ihres Rücktritts selbst gewählt, berichtete die Zeitung. Der Konzern musste sich zuletzt mit einem langsameren Wachstum zufriedengeben. Außerdem verhagelten Abschreibungen auf die Internettelefonie-Firma Skype die Bilanz.

Whitman hatte vor fast genau zehn Jahren, im März 1998, die Führung des damals noch jungen Auktionshauses mit gerade einmal 30 Angestellten übernommen, das im September 1998 an die Börse ging. Heute beschäftigt eBay 15 000 Mitarbeiter und zählt weltweit 248 Millionen registrierte Nutzer.

Nach Jahren des kräftigen Wachstums hatte eBay zuletzt allerdings an Tempo verloren. Zudem stellte sich heraus, dass für Skype im Jahr 2005 mit 2,6 Milliarden Dollar zu viel bezahlt wurde. Im dritten Quartal 2007 verbuchte der Konzern zwar ein Umsatzplus von 30 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar. Sonderabschreibungen im Zusammenhang mit Skype drückten eBay jedoch tief in die roten Zahlen: Das Unternehmen schrieb in dem Vierteljahr einen Verlust von 935,6 Millionen Dollar gegenüber einem Gewinn von 280 Millionen Dollar ein Jahr zuvor.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Minister: Neues Tierwohl-Siegel nicht zum Nulltarif zu haben
Agrarminister Schmidt nutzt die Bühne der Grünen Woche, um sein Tierwohl-Label vorzustellen. Es soll den Tieren, aber auch Bauern und Fleischkonsumenten helfen. Doch …
Minister: Neues Tierwohl-Siegel nicht zum Nulltarif zu haben
WLAN im Zug gefordert - Bahn verspricht stabilere Telefonate 
Berlin - Erst kostenloses Internet, bald auch Spielfilme. Die Bahn löst Versprechen für mehr Komfort beim Reisen ein - bisher aber vor allem im ICE. Jetzt muss der …
WLAN im Zug gefordert - Bahn verspricht stabilere Telefonate 
Markenrechte von Schlecker sollen verkauft werden
Düsseldorf - Schlecker will seine Markenrechte verkaufen. Das Insolvenzverfahren der Drogeriekette läuft noch. Die Verhandlungen dürften noch ein paar Jahre in Anspruch …
Markenrechte von Schlecker sollen verkauft werden
Gegenwind für Mays Brexit-Kurs in Davos
In Davos wirbt Premierministerin May für Großbritannien als Wirtschaftsstandort mit guten Handelsbeziehungen in alle Welt. Doch für ihren Brexit-Kurs gibt es auch …
Gegenwind für Mays Brexit-Kurs in Davos

Kommentare