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Edeka: Preisstreit mit Granini eskaliert - „Lebensmittel dürfen nicht zum Luxusgut werden“

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Von: Patricia Huber

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Granini-Säfte in einem Supermarktregal.
Granini möchte deutlich mehr Geld für seine Säfte. Doch Edeka lässt sich nicht auf die Forderung ein. © Manfred Segerer/Imago Images

Die harten Preisverhandlungen bei Edeka scheinen kein Ende zu nehmen. Doch die Supermarktkette zeigt sich hartnäckig. Besonders mit dem Safthersteller Eckes-Granini geriet Edeka aneinander.

Hamburg - In den vergangenen Monaten machte der Supermarkt-Riese Edeka* immer wieder Schlagzeilen*. Grund dafür waren die Preisverhandlungen mit den Lieferanten, in denen sich Edeka beharrlich zeigt. Aufgrund von Rohstoffmangel und höheren Energiekosten wollen viele Hersteller mehr für ihre Produkte verlangen. Doch Edeka lässt sich nicht auf Preissteigerungen ein, weshalb es bei verschiedenen Marken sogar bereits zu Lücken in den Regalen gekommen ist. Denn die Hersteller setzen häufig Lieferstopps als Druckmittel ein.

Edeka: Granini fordert sechs Prozent mehr für seine Säfte

Besonders folgenschwer ist der Streit mit dem Fruchtsaft-Hersteller Eckes-Granini*. Laut Handelsblatt-Angaben wolle Granini sechs Prozent mehr für seine Säfte. Schuld an der enormen Preissteigerung seien höhere Rohstoffpreise und die Knappheit von Glas und recyceltem PET für Flaschen. „Vielfalt, Qualität, Innovationen und mehr Nachhaltigkeit gibt es nicht zum Nulltarif“, macht Granini klar.

Doch Edeka sieht das anders und füllt die Lücken in den Regalen kurzerhand mit dem Saft der Eigenmarke „Albi“ – jedoch in neuen Flaschen. Granini erkennt jedoch eine starke Ähnlichkeit zwischen den neuen „Albi“ Flaschen und den eigenen und zieht deshalb vor Gericht. Mit Erfolg: Edeka dürfe seine neuen Flaschen weder verkaufen, noch bewerben. Das Urteil verkündet das Landgericht Hamburg am 12. Januar, berichtet das Handelsblatt.

Edeka möchte in den Verhandlungen nicht nachgeben

Wie es in den Verhandlungen weitergeht, dürfte spannend bleiben. Denn Edeka zeigt sich stur. Gegenüber der Bild argumentiert ein Sprecher: „Lebensmittel dürfen nicht zum Luxusgut werden.“ Auch Verbraucher müssen wegen der Inflation und höheren Energiekosten beim Einkaufen auf den Preis achten.* Es sei gefährlich, wenn große Konzerne „versuchen, auf der Inflationswelle mitzureiten“, obwohl sie gar nicht wirklich mit höheren Kosten konfrontiert sind. (ph) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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