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Konditionen-Krach - Edeka listet beliebte Kosmetikmarke aus

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Von: Patricia Huber

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Einkaufswagen einer Edeka Filiale.
Edeka gibt sich bei den diesjährigen Preisverhandlungen hart. Eine Kosmetikmarke wird nun bereits nicht mehr geliefert. © Roland Weihrauch/picture alliance/dpa

Angesichts steigender Rohstoffpreise drängen viele Hersteller bei Edeka auf Preis-Anpassungen. Doch der Händler gibt sich unerbittlich.

Hamburg - Die Preisverhandlungen zwischen Produzenten und Händlern sind derzeit in vollem Gange. Bei Edeka scheint es jedoch nicht sonderlich harmonisch abzulaufen. Besonders mit einer bekannten Kosmetikmarke liegt die Supermarktkette im Clinch. Das wirkt sich nun auch auf die Verfügbarkeit der Produkte im Markt aus.

Edeka und L’Oréal: Etliche Kosmetikprodukte nicht mehr lieferbar

L’Oréal und Edeka kommen bei den Verhandlungen offensichtlich nicht auf einen grünen Zweig. Die Lebensmittelzeitung berichtet, dass seit Ende Oktober etwa 150 L’Oréal-Produkte in mehreren Edeka-Regionen nicht mehr bestellbar seien. Der Kosmetikkonzern selbst sagt dazu nur, dass er gegenüber Edeka lieferfähig sei. Zu den Problemen bei den Preisgesprächen schweigt der Konzern. Auch Edeka wollte kein Statement zur prekären Lage abgeben.

Derzeit leiden zahlreiche Branchen leidet unter den gestiegenen Rohstoffpreisen und den erhöhten Transportkosten. Etliche andere Kosmetikunternehmen wie etwa Beiersdorf, Henkel oder Estée Lauder haben bereits angekündigt, die gestiegenen Rohstoffpreise und Transportkosten weiterzugeben. L’Oréal hat diesbezüglich noch keine Ankündigungen gemacht.

Edeka: Auch mit anderen Marken ist die Lage angespannt

Aber nicht nur mit L’Oréal gibt es Probleme. Auch mit Melitta gibt es Schwierigkeiten. Der Kaffeehersteller liefere nach Angaben der Lebensmittelzeitung keine Müll- und Gefrierbeutel mehr an Edeka. Aber auch mit dem Lebensmittel-Riesen Nestlé gab es bereits eine Auseinandersetzung - sogar noch vor Beginn der Jahresgespräche. Edeka-Chef Markus Mosa hat bei einer Tagung außerdem zugegeben, dass Differenzen mit den Firmen Vitakraft und Langnese die Lieferbeziehungen stören würden.

Auch der Streit mit dem Getränkehersteller Eckes Granini sorgte zuletzt für Schlagzeilen. Kunden mussten teils bereits auf die Produkte der Marke verzichten. Edeka wies seine Kunden via Anhang an leeren Regalen bereits darauf hin, dass die Nachschub-Probleme auf die „harten Verhandlungen“ mit dem Hersteller zurückzuführen seien. Bereits vor dem Beginn der Gespräche hatte Edeka-Chef Mosa einen „harten Winter“ angekündigt. (ph)

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